
Dr. med.
Markus Wagner
Chirurg, Visceralchirurg
Ltd. Oberarzt
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Tel.: 089 / 1303 - 2541
Fax.: 089 / 1303 - 2549

Dr. med.
Frank Treitschke
Chirurg, Visceralchirurg
Oberarzt
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Tel.: 089 / 1303 - 2553
Fax.: 089 / 1303 - 2549
Visceralchirurgie
Die Visceralchirurgie beschäftigt sich mit der Behandlung gut- und bösartiger Erkrankung der Verdauungsorgane, der Bauchwand und der hinter dem Bauchfell liegenden anatomischen Strukturen. Die minimal-invasive Chirurgie (Schlüssellochchirurgie) hat in der Viszeralchirurgie zu einer rasanten Entwicklung geführt. Viele Routine- und Standardoperationen, die früher über einen großen Hautschnitt durchgeführt wurden, können heute als minimal-invasive Operationen mit Hilfe der "Schlüssellochchirurgie" durchgeführt werden.
Die chirurgische Abteilung führt alle Operationen am Magen-Darm-Trakt, der Leber, den Gallengängen, der Bauchspeicheldrüse und an vielen weiteren Organen des Bauchraumes bei gut- und bösartigen Erkrankungen durch. Viele Operationen auch am Magen, der Leber und am Dick- und Enddarm erfolgen als minimal-invasive Eingriffe.
Schilddrüsenoperationen sind neben den Operationen an der Gallenblase, chirurgischen Eingriffen wegen eines Leistenbruchs sowie den Operationen am Blinddarm die vierthäufigsten chirurgischen Eingriffe der Visceralchirurgie. Schwerpunktmäßig werden neben der klassischen Jodmangelstruma "Kropf"-Patienten mit kaltem oder heißem Knoten, Rezidiv-Struma, Schilddrüsenkrebs, Morbus Basedow und Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) behandelt.
Bei Operationen an Schilddrüse und Nebenschilddrüse werden regelmäßig und routiniert das intraoperative Neuromonitoring zur sicheren Identifizierung und Kontrolle der Stimmbandnerven angewandt. So können wir das Risiko einer intraoperativen Schädigung des Stimmbandnervens minimieren.
Sollte eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen mit einem erhöhten Calcium- und Parathormonspiegel festgestellt worden sein, können die vergrößerten Nebenschilddrüsen operativ entfernt werden.
Bei Refluxerkrankung des Magens führen wir die Fundoplikatio (Manschettenbildung) zur Verhinderung des Rückflusses von Magensaft in die Speiseröhre in minimal invasiver Technik durch. Die stationäre Aufenthaltsdauer für diese Operation liegt heute bei 4-5 Tagen.
Bei bösartigen Magentumoren (Magenkrebs) wird der Magen unter Erhaltung der Milz entfernt. Danach rekonstruieren wir aus dem Dünndarm einen Ersatzmagen, der an die Speiseröhre und den Zwölffingerdarm angeschlossen wird. Die Wiederherstellung der normalen Magen-Darm-Passage für den Patienten ist postoperativ von Vorteil.
Selbstverständlich führen wir auch alle weiteren Operationen am Magen durch, wie z.B. Bypassoperationen oder Magenteilentfernungen und Gastric-banding (Magenband) bei extremer Fettleibigkeit (Adipositas per magna).
Einer unserer besonderen Schwerpunkte liegt auf dem Gebiet der chirurgischen Behandlung der Bauchspeicheldrüse. Wir bieten alle organerhaltenden Operationstechniken bei entzündlichen Erkrankungen und gutartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse an. Dazu zählt u.a. die zwölffingerdarmerhaltende Bauchspeicheldrüsenkopfentfernung (duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion), die milzerhaltende Bauchspeicheldrüsenschwanzentfernung und die magenerhaltende Bauchspeicheldrüsenkopfresektion.
Besteht ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse muss aus Gründen der Krebsbehandlung radikal operiert werden. Dabei versuchen wir, sofern vertretbar, magenerhaltend zu operieren und entfernen bei fortgeschrittenen Tumoren auch große Blutgefäße. Diese werden ggf. mit einer Gefäßprothese ersetzt. Sollte gleichzeitig eine Tochtergeschwulst in der Leber vorliegen, kann diese je nach Lage und Größe mit entfernt werden.
Bauchspeicheldrüsenoperationen sind sehr aufwändig und speziell. Sie sollten deshalb in spezialisierten Zentren durchgeführt werden, da dort eine große Erfahrung vorhanden ist und die Ergebnisse deutlich besser sind. Das Rotkreuzklinikum München wurde im Oktober 2009 in Deutschland als erstes Zentrum für chirurgische Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse von der deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifiziert.
Die sog. kolorektale Chirurgie umfasst die Diagnostik und Behandlung von allen Erkrankungen des Dickdarms, Enddarmes und der Afterregion. Dazu zählen die chirurgische Behandlung bösartiger Tumore des Dick- und Enddarms, sowie die Behandlung gutartiger Erkrankungen wie z.B. Entzündungen des Dickdarmes (Divertikulitis, Morbus Crohn Kolitis ulcerosa). Ebenso werden Stuhlentleerungsstörungen, Hämorrhoiden, Fisteln und Fissuren und andere Funktionsstörungen des Beckenbodens in unserer Klinik behandelt.
Sowohl die Behandlung der bösartigen als auch der gutartigen Erkrankungen des Dick- und Enddarms erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den verschiedensten Fachdisziplinen.
Die Behandlung der bösartigen Erkrankungen erfolgt koordiniert über Fachgrenzen hinweg. In unserer wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz wird mit den anderen Fachdisziplinen eine Therapieempfehlung abgestimmt. An der Tumorkonferenz nehmen Magen-Darm-Spezialisten (Gastroenterologen), Experten für die Krebsbehandlung (Onkologen und Strahlentherapeuten), Röntgenärzte (Radiologen) und Ärzte, die Gewebeproben (Biopsien) und operativ entfernte Tumore unter dem Mikroskop begutachten (Pathologen), teil. Sofern gewünscht wird Ihre weitere Behandlung in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt koordiniert.
In der visceralmedizinischen Konferenz werden alle Patienten mit gutartigen Erkrankungen des Bauchraumes und seiner Organe, die spezifische Diagnostik und Therapie interdisziplinär besprochen und festgelegt.
Die Behandlung der Volkskrankheit „Divertikulitis“ stellt neben den bösartigen Dick- und Enddarmerkrankungen einen weiteren Schwerpunkt in unserer Klinik dar. Divertikel sind kleine oder große Aussackungen von Schleimhaut, die sich zwischen den Muskelsträngen des Darmes vorstülpen. Ist es bereits mehrfach zu einer Entzündung der Divertikel gekommen oder kann eine Divertikelerkrankung medikamentös nicht mehr beherrscht werden, ist in der Regel eine Entfernung des erkrankten Dickdarmabschnittes erforderlich. So können weitere Komplikationen der Divertikelerkrankung verhindert und eine Notoperation mit Anlage eines künstlichen Darmausganges vermieden werden. Gerade diese Operationen sind besonders gut geeignet, um in minimal invasiver Technik (Schlüssellochtechnik) schonend durchgeführt zu werden.
Des Weiteren beschäftigen wir uns auch mit den Erkrankungen des Enddarmes und der Afterregion. Dazu zählen die Stuhlinkontinenz, Hämorrhoiden, Analfisteln, Analfissuren, Analabszesse und Steißbeinfisteln. Selbstverständlich werden auch Perianalvenenthrombosen und Marisken behandelt.
In Kombination mit dem "Fast Track"-Verfahren können viele dieser Eingriffe schonend, mit bestem Komfort für den Patienten und einer niedrigen Krankenhausverweildauer durchgeführt werden.
Bei einem Bruch treten Eingeweide (Bruchinhalt) durch die Bruchlücke aus dem Bauchraum heraus. Dabei wölbt sich eine sackartige Ausstülpung (Bruchsack) des Bauchfells durch eine Lücke in der Bauchdecke vor die Bauchwand. Solche Brüche bilden sich nicht selbstständig zurück. Verursacht ein solcher Bruch Schmerzen oder besteht die Gefahr einer Einklemmung von Eingeweideorganen wie z.B. dem Darm, muss operiert werden.
Die Operationen bei Bauchwand-, Narben- und Leistenhernien führen wir soweit möglich in der Regel in minimal invasiver Technik durch. Manchmal ist aber auch insbesondere bei großen Brüchen eine offene Operation notwendig. Ein allumfassendes Prinzip einiger Operationsmethoden ist, dass die Bauchwand mit einem Netz verstärkt wird.
Fast Track-Chirurgie
Durch die Anwendung bestimmter Behandlungsmaßnahmen werden allgemeine Komplikationen nach Operationen vermieden. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die durch die Operation gestörte Selbstregulation des Körpers wiederherzustellen und die Autonomie (Selbständigkeit) der Patienten zu erhalten. Im Nebeneffekt wird die stationäre Aufenthaltsdauer verkürzt.
Zu den Maßnahmen des "Fast-Track" zählen:
- motivierendes Gespräch vor der Operation mit Darstellung der aktiven Rolle des Patienten bei der Genesung
- Anlage eines Schmerzkatheters zur Schmerzfreiheit
- keine Darmspülung vor dem Eingriff
- nur kurze Nüchternheit nach dem Eingriff
- Anwendung minmal invasiver Operationsverfahren
- minimale Gabe von Flüssigkeit während der Operation
- früheste mögliche Mobilisation des Patienten (Aufstehen und Laufen) unter Schmerzfreiheit
- sofortiger Kostaufbau und Vermeidung einer Ernährung über die Vene
- nach Entlassung Behandlung durch den Hausarzt und das Krankenhaus