Onkologisches Zentrum

Die Aufgabe des Onkologischen Zentrums ist es, Tumorpatienten in jeder Phase der Erkrankung umfassend zu betreuen. Um ein komplettes Versorgungsangebot zu gewährleisten, arbeiten Ärzte, Therapeuten und Pflegepersonal fachübergreifend zusammen. Die Behandlung erfolgt auf Basis der Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft.


Wir sind zertifiziert von der Deutschen Krebsgesellschaft und Mitglied im Tumorzentrum München.

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Brustzentrum

Unter Senologie versteht man die Lehre von der weiblichen Brust. Sie beinhaltet die Diagnose und Therapie von allen gut- und bösartigen Brusterkrankungen sowie angeborenen Fehlbildungen der Brust.

Das Brustzentrum ist eine fachübergreifende (interdisziplinäre) Einrichtung des Rotkreuzklinikums München. Es bietet Frauen mit Erkrankungen der Brust ein umfassendes Netzwerk an Spezialisten und gewährleistet damit eine moderne patientengerechte und qualitätsgesicherte Diagnostik und Therapie.

Mit der Behandlung von über 800 neu erkrankten Brustkrebs-Patientinnen und über 1.200 Brustoperationen im Jahr gehört das Brustzentrum am Rotkreuzklinikum zu einer der größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frau und kann auch in jungen Jahren auftreten.
Patientinnen werden aus einem der folgenden Gründe im Brustzentrum vorgestellt:

  • Die Vorsorgemammographie hat einen Befund ergeben, der ein weiteres bildgebendes Verfahren und/oder eine feingewebliche Abklärung notwendig macht 
  • Nach einer Untersuchung beim Gynäkologen besteht der Verdacht auf einen Knoten oder eine andere Auffälligkeit in der Brust 
  • Die Betroffene hat Schmerzen in der Brust oder beim Selbstabtasten Veränderungen in der Brust festgestellt
  • Der Verdacht besteht, dass eine Erkrankung erneut auftritt (Rezidiv) 
  • Es wurde bereits Brustkrebs festgestellt, und die Patientin wünscht sich mehr Informationen über Therapiemöglichkeiten und das konkrete Vorgehen bei der Behandlung
  • Eine Fehlbildung der Brust ist angeboren
  • Eine Frau möchte sich die Brüste verkleinern lassen
  • Eine Patientin wünscht sich einen Wiederaufbau der Brust 
  • Nach einer Verkleinerung oder einer anderen Operation der Brust ist das Ergebnis kosmetisch unbefriedigend


So sieht der Ablauf einer Brustsprechstunde aus:

  • Den ersten Kontakt hat die Patientin mit einem gynäkologischen Fach-/Oberarzt oder leitenden Arzt, der immer auch Brustoperateur ist. Er führt ein gründliches Anamnesegespräch und untersucht die Betroffene. Wenn nötig, wird auch ein Ultraschall der Brust gemacht 
  • Ein Radiologe führt eine Mammographie durch oder wertet mitgebrachte Bilder einer Mammographie aus. Danach lässt sich die Entscheidung über das weitere Vorgehen treffen
  • Besteht ein abklärungsbedürftiger Befund, ist eine feingewebliche Abklärung notwendig. Diese erfolgt durch eine ultraschall- oder mammographisch gesteuerte Stanzbiopsie oder Vakuumbiopsie ambulant in lokaler Narkose
  • Zeigt die Auswertung der Mammographie, dass nur Kontrolluntersuchungen notwendig sind, werden diese in bestimmten Zeitintervallen durchgeführt 
  • Um die endgültige Therapie festzulegen, müssen in vielen Fällen bei einem zweiten Termin weitere Maßnahmen und schon erfolgte Untersuchungen besprochenen werden

Wir sind zertifiziert von der Deutschen Krebsgesellschaft und der CERT iQ GmbH

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Leistungs-
spektrum

Um festzustellen, ob es sich um gutartige oder bösartige Veränderungen in der Brust handelt, ist eine ausführliche Diagnostik mit modernsten Methoden notwendig. Erst danach können die Ärzte über Therapieoptionen und weitere Maßnahmen entscheiden.

Folgende Untersuchungen werden angeboten:

  • Mammographie
  • Ultrasonographie
  • Kernspintomographie/Magnetresonanztomographie (MRT)
  • stereotaktische Vakuumbiopsie in lokaler Narkose (Anästhesie):
    Dabei handelt es sich um die Entnahme einer Gewebeprobe aus der Brust mit Schlüssellochchirurgie (minimalinvasiv). Das Gewebe wird durch Vakuumsog über eine Hohlnadel herausgezogen und kann anschließend feingeweblich (histologisch) untersucht werden 
  • ultraschallgesteuerte (sonographische) Stanzbiopsie in lokaler Narkose (Anästhesie):
    Diese Form der Gewebeentnahme setzt man ein, wenn tastbare Verhärtungen oder im Ultraschall gut sichtbare Veränderungen der Brust abgeklärt werden müssen. Dabei wird unter Ultraschallansicht eine 1,6 Millimeter dicke Stanznadel mit hoher Geschwindigkeit in den Tumor gestochen. über diese entnimmt der Arzt mindestens drei Gewebeproben. Die Probenentnahme ist für die Patientin weitgehend schmerzfrei. Es ist lediglich ein kleiner Hautschnitt unter örtlicher Betäubung notwendig
  • Punchbiopsie in Lokalanästhesie:
    Darunter versteht man eine Biopsie, bei der ein winziges Hautstück mit darunterliegendem Brustgewebe entnommen wird

Wenn der Arzt bei den Untersuchungen eine gutartige Veränderung in der Brust der Patientin festgestellt hat, ist deren Ursache häufig eine der folgenden Erkrankungen.

Bei den kursiv und fett markierten Begriffen sind ausführliche Erklärungen hinterlegt – bitte dazu mit der Maus auf den Begriff gehen.

  • Brustzysten (Mammazysten)

Zysten sind meist gutartige flüssigkeitsgefüllte Strukturen der Brust. In der Regel bedürfen sie keiner weiteren Abklärung. Es genügt, sie zu beobachten. Besteht doch Behandlungsbedarf, kann die Flüssigkeit unter Ultraschallsteuerung mit einer kleinen Nadel abgezogen (punktiert) werden. Dies nimmt der Patientin den Druckschmerz, außerdem bietet es die Möglichkeit für Diagnostik: Aus der Flüssigkeit lassen sich Zellen für eine feingewebliche (histologische) Untersuchung gewinnen. Bei wiederkehrenden (rezidivierenden), schmerzhaften Zysten ist alternativ eine medikamentöse Behandlung oder eine (ambulante) operative Entfernung möglich

  • Brustentzündung (Mastitis)

In den meisten Fällen tritt eine Mastitis im Wochenbett auf (Mastitis puerperalis). Hierbei kommt es durch das Stillen zu winzigen Verletzungen der Haut, durch die Keime eindringen, die eine Entzündung der Brustdrüse auslösen. Eine Brustentzündung außerhalb der Stillzeit (Mastitis nonpuerperalis) kommt nicht so häufig vor. Sie kann durch Bakterien, aber auch durch Sekretstau ausgelöst werden. In beiden Fällen reicht meist die Behandlung mit einem Antibiotikum aus. Nur selten bildet sich eine Eiteransammlung (Abszess), die operativ entfernt werden muss. Und noch seltener verbirgt sich hinter der Mastitis nonpuerperalis eine Brustkrebserkrankung. Dennoch ist für diese Patientinnen im Einzelfall eine Diagnostik mit Mammographie, Ultraschall und gegebenenfalls einer Probeentnahme ratsam

  • Gutartige Brusttumoren (Fibroadenome, Lipome usw.)

Vor allem in jungen Jahren können sich verschiedene gutartige Tumoren in der Brust (z.B. Fibroadenome, Lipome) entwickeln. Sie zeigen sich häufig als kleine, gut verschiebbare und abgrenzbare Knoten, die selten Schmerzen bereiten und sich manchmal im Verlauf des Menstruationszyklus verändern. Mittels Röntgenuntersuchung (Mammographie) und Ultraschall (Sonographie) der Brust findet eine erste Einstufung des Tumors statt. Je nach Befund kann man den Knoten beobachten oder ihn mit einer Gewebeprobe (Biopsie) weiter untersuchen. Eine operative Entfernung ist nur bei Schmerzen oder unklarem Ergebnis der Feingewebsuntersuchung notwendig und erfolgt in der Regel ambulant

  • Ausfluss aus der Brustwarze (sezernierende Mamille)

Außerhalb der Stillzeit kann dieses Symptom verschiedene Ursachen haben (z.B. Nikotinabusus, Antidepressiva und andere Medikamente, Schleimhautwucherungen in den Milchgängen). Zur weiteren Abklärung setzt man bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchung (Mammographie) und hochauflösenden Ultraschall (Sonographie) der Brust ein. In manchen Fällen müssen zudem weitere Untersuchungen erfolgen (z.B. Blutentnahmen). Je nach Ursache ist dann eine medikamentöse Behandlung oder eine Operation erforderlich

  • Zusätzliches (akzessorisches) Brustgewebe in der Achselhöhle (axillär)

Diese Fehlbildung ist harmlos und birgt kein Risiko. Patientinnen empfinden sie jedoch als störend, wenn sie z.B. Spannungsgefühle oder Schmerzen während der Periode verursacht. Oft fällt dies auch beim Stillen auf. In einigen Fällen kann eine operative Entfernung sinnvoll sein

  • Zusätzlich angelegte Brustwarzen (Polythelie)

Eine oder mehrere zusätzliche Brustwarzen sind entwicklungsgeschichtlich ein überbleibsel der sogenannten Milchleiste und befinden sich meist etwas über- oder unterhalb der normalen Brustwarze

  • Zu kleine oder ungleich große Brustdrüsen (Mikro-, Anisomastie)

Zu den häufigsten Ursachen für eine unterentwickelte Brust (Mikromastie) gehören Entwicklungsstörungen während der Embryonalzeit oder hormonelle Störungen in der Pubertät. Bei ungleich großen Brüsten (Anisomastie) besteht eine auffällige Seitendifferenz bezüglich Größe und Form. Die Gründe hierfür sind ebenfalls meist Entwicklungsstörungen. Beide Erkrankungen führen zu starker ästhetischer Beeinträchtigung und bei vielen Frauen zu hohem psychischem Leidensdruck. In diesem Fall helfen die Ärzte der Abteilung der Patientin, einen Antrag zur übernahme von Behandlungs- und Operationskosten bei der Krankenkasse zu stellen, der bei medizinischer Indikation meist erfolgreich ist. Darüber hinaus erfolgt eine detaillierte Beratung über die verschiedenen Möglichkeiten von medizinisch indizierten plastischen Brustoperationen zur Vergrößerung oder Angleichung der Brust

  • Starke Vergrößerung der Brust (Makromastie)

Ursachen dafür können z.B. erbliche Veranlagung, starkes übergewicht oder eine hormonelle Umstellung sein. Die übergroße Brust führt häufig zu Rückenschmerzen oder Schnürfurchen durch BH-Träger. Neben dem körperlichen Leidensdruck führt die ästhetische Beeinträchtigung bei vielen Frauen auch zu hoher psychischer Belastung. Erste Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden können Physiotherapie oder Gewichtsreduktion sein. Zeigt sich dadurch keine Besserung, helfen die Ärzte der Abteilung der Patientin, einen Antrag zur übernahme von Behandlungs- und Operationskosten bei der Krankenkasse zu stellen, der bei medizinischer Indikation meist erfolgreich ist. Darüber hinaus erfolgt eine detaillierte Beratung über die Möglichkeiten einer medizinisch indizierten Brustverkleinerung

Wurde bei den Untersuchungen eine bösartige Veränderung in der Brust festgestellt, löst das bei der Patientin, aber auch bei ihren Angehörigen, verständlicherweise oft Angst aus. Doch wenn Brustkrebs im Frühstadium diagnostiziert wird, ist er in den meisten Fällen heilbar. Im Brustzentrum haben sich die Ärzte auf dieses rechtzeitige Erkennen und die anschließende individuelle Behandlung spezialisiert. Um dabei eine ganzheitliche und bestmögliche Therapie zu gewährleisten, arbeiten Fachärzte aus verschiedenen Abteilungen mit Pflegekräften, Mitarbeitern der onkologischen Fachpflege, Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Sozialarbeitern und Ernährungsexperten zusammen. Sie alle begleiten die Patientin auf ihrem Weg, wieder gesund zu werden.

In der Regel läuft die Behandlung von Brustkrebs in folgenden Schritten ab.

Bei den kursiv und fett markierten Begriffen sind ausführliche Erklärungen hinterlegt – bitte dazu mit der Maus auf den Begriff gehen.

  • Diagnostik der Brust

Um eine bösartige Veränderung abzuklären, werden folgende Untersuchungsmethoden eingesetzt:

  • Mammographie, immer mit Doppelbefundung
  • Ultraschall der Brust
  • im Einzelfall Kernspintomographie der Brust (Magnetresonanztomographie)
  • stereotaktische (röntgenologisch gesteuerte) Jetstanze oder Vakuumbiopsie
  • ultraschallgesteuerte Jetstanze oder Vakuumbiopsie
  • sono-/mammographisch und kernspintomographisch kontrollierte Drahtmarkierung
  • Staging-Untersuchungen

Wenn eine Patientin einen größeren Tumor hat und/oder andere Risikofaktoren vorliegen, sind weitere Untersuchungen (Staging) notwendig, um eine Tumorabsiedlung (Metastasen) in anderen Organen auszuschließen. Diese können z.B. nach einer Operation erfolgen, im Falle einer primären Chemotherapie aber auch vor einer Operation. Staging-Untersuchungen können auch ambulant durchgeführt werden. Dazu gehören:

  • Ultraschall der Oberbauchorgane
  • Röntgenaufnahme der Lunge
  • Skelettszintigraphie
  • in manchen Fällen Computertomographie
  • Primär systemische (Chemo-)Therapie (neoadjuvante Therapie)

Dabei handelt es sich um eine Chemo- oder Antihormontherapie zur Verkleinerung des Tumors. Sie kann zum Einsatz kommen, wenn der Tumor sehr groß ist oder bestimmte Eigenschaften hat (z.B. hormonrezeptornegativ, Her2neu-Rezeptor nachgewiesen). Die Fachärzte der onkologischen Tagesklinik klären die Patientin dann genau über den Ablauf der Therapie auf. Das Ziel dieser Behandlung ist z.B.,

  • zu überprüfen, ob der Tumor auf die Chemotherapie anspricht
  • auf eine Brustentfernung verzichten zu können
  • in einer späteren Operation ein besseres kosmetisches Ergebnis zu erzielen
  • bei sehr großen Tumoren die Operation zu ermöglichen
  • Operationen

Muss ein chirurgischer Eingriff erfolgen, stehen den Ärzten folgende Techniken zur Verfügung:

  • brusterhaltende Therapie (BET) mit allen Arten der ästhetischen Chirurgie (onkoplastische Operation)
  • Wächterlymphknotenentfernung (SentinelLymphNodeBiopsy – SLNB) mit nuklearmedizinischer Markierungsmethode (Technecium 99) oder Farbmarkierung
  • Brustentfernung. Sie ist in circa 20 Prozent der Fälle notwendig
  • Wiederaufbau der Brust. In vielen Fällen kann er im Rahmen der Tumoroperation erfolgen (primärer Wiederaufbau). Manchmal ist er jedoch erst nach Abschluss der gesamten Nachbehandlung (z.B. Strahlen- und Chemotherapie) empfehlenswert (sekundärer Wiederaufbau). Am Brustzentrum sind alle Arten des Wiederaufbaus mit Eigengewebe und/oder Silikongelprothesen möglich. Einzige Ausnahme: Patientinnen, die für freie Lappenplastiken (z.B. DIEP, GAP) infrage kommen, steht das Team des plastischen Chirurgen Dr. Schaff (link) in einer speziellen Sprechstunde zur Verfügung
  • Schnellschnittuntersuchungen, um die Anzahl von Nachoperationen deutlich zu reduzieren. Die Ärzte der Pathologie führen diese Tests während der Operation durch. Damit lässt sich zumindest grob beurteilen, ob ein Tumor weit genug im gesunden Gewebe entfernt wurde
  • Nach der Operation

Je nach Ausmaß des Eingriffs bleiben die Patientinnen in der Regel zwei bis acht Tage stationär in der Klinik. Dabei werden sie umfassend betreut:

  • Es gibt regelmäßige Kontrollen der Wundheilung
  • Eine spezielle Schmerztherapie erleichtert die Genesung. Der Standard dafür wurde gemeinsam von der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin und der Frauenklinik entwickelt
  • Im Falle der Amputation einer oder sogar beider Brüste stehen täglich Mitarbeiterinnen des Sanitätshauses Merzendorfer zur Verfügung, die über das Angebot von Brustprothesen, Implantaten sowie Schwimmanzügen informieren
  • Nach einem größeren Eingriff zeigen Physiotherapeuten spezielle übungen, die auch zu Hause fortgeführt werden sollten
  • Psychologische Beratung: Während des stationären Aufenthalts, aber auch in der onkologischen Tagesklinik sowie zu jedem Zeitpunkt der Diagnosefindung, Befundbesprechung und Therapieplanung werden die Patientinnen von einem Team qualifizierter Psychoonkologinnen betreut. Sie beraten auch Angehörige – z.B. in der Angehörigensprechstunde (montags zwischen 17 und 19 Uhr nach Anmeldung)
  • Praktische Lebenshilfe: Die Mitarbeiter des Sozialdienstes helfen Patientinnen, wenn sie Fragen zur Anschlussheilbehandlung, zur Rentenversicherung und/oder zum Schwerbehindertenstatus haben. Das Team steht gerne auch nach dem stationären Aufenthalt beratend zur Verfügung
  • Krebserkrankungen und ihre Therapie belasten den Organismus. Bei Appetitlosigkeit, übelkeit und Erbrechen, Diarrhoe, Obstipation, Geschmacks- und Geruchsveränderungen, Kau- und Schluckstörungen sowie ungewollten Gewichtsverlust können die Ernährungsberaterinnen des Klinikums (link) helfen und den Behandlungserfolg damit unterstützen. Die Pflegekräfte auf der Station vermitteln gerne den Kontakt.
  • Tumorkonferenz

Am Brustzentrum bespricht ein Expertengremium aus Brustoperateuren, internistischen Krebsspezialisten, Radiologen, Pathologen und Strahlentherapeuten die weitere Therapie sobald die Ergebnisse der feingeweblichen Untersuchung (Histologie) sowie verschiedener biochemischer Untersuchungen (z.B. Hormonrezeptoren, Her2neu-Antigen) vorliegen. Diese interdisziplinäre Tumorkonferenz findet einmal in der Woche dienstags statt.

  • Die Therapie hängt von der Größe, Ausdehnung und bestimmter Kriterien des Tumors ab
  • Sie erfolgt nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaften und der Deutschen Gesellschaft für Senologie (Brustkrebserkrankungen)
  • Die Behandlung entspricht dem aktuellen Stand der Medizin (Interdisziplinäre S3-Leitlinien für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms)
  • Therapien können einzeln und in Kombination empfohlen werden
  • Der behandlungsführende Facharzt (Brustoperateur) bespricht in einem ambulanten Termin die Empfehlungen des Expertengremiums mit der Patientin. Er legt gemeinsam mit ihr die weitere Therapie fest. Das kann z.B. Chemotherapie, Antikörpertherapie, Antihormontherapie oder Bestrahlung sein. Dieser Termin findet zehn bis 14 Tage nach der Operation statt. Er kann unter der Telefonnummer 089/1303 3446 vereinbart werden
  • Studien

Im Rahmen von Medikamenten-Studien können Patientinnen von innovativen Therapieverfahren profitieren, falls es für sie in Frage kommt:

  • Dabei ist immer die Behandlung nach aktuellem Goldstandard gewährleistet. Je nach Studienarm erhält die Patientin eventuell zusätzlich ein neues Medikament
  • Die Teilnahme ist grundsätzlich freiwillig. Sie kann problemlos abgebrochen werden
  • Chemotherapie

Chemotherapien unterscheiden sich in den verabreichten Medikamenten, den Nebenwirkungen, der Dauer und in der Anwendung. In der Regel werden sie in mehreren Sitzungen ambulant als Infusion verabreicht. Die Patientin wird vorher in einem Gespräch genau über mögliche Nebenwirkungen und den Ablauf aufgeklärt.
Im Burstzentrum ist eine Chemotherapie an zwei verschiedenen Standorten möglich:

  • in der Tagesklinik in der Taxisstraße
  • in der onkologischen Praxis in der Winthirstraße

Welcher Standort jeweils empfehlenswert ist, hängt unter anderem von der Art der Therapie ab.

  • Strahlentherapie

Wenn brusterhaltend operiert wird, muss die Brust danach bestahlt werden, um ein Wiederkommen der Erkrankung (Rezidiv) zu verhindern. Auch bei sehr kleinen Tumoren oder deren Vorstufen (z.B. ductales carcinoma in situ, DCIS) ist die Strahlentherapie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Welche der folgenden Methoden die jeweils geeignete ist, legt der Arzt mit der Patientin in einem individuellen Aufklärungsgespräch nach Vorlage aller Unterlagen fest:

  • Die gesamte Brust wird in vielen Einzelsitzungen bestrahlt. Diese finden fünf Wochen lang jeden Werktag für wenige Minuten statt
  • Bei vielen Patientinnen behandelt man das eigentliche Tumorbett zusätzlich mit mehreren Einzeldosen, der sogenannten Boost-Bestrahlung. Das bedeutet weitere ein bis zwei Wochen Einzelbestrahlungen
  • In geeigneten Fällen kann die Intaoperative Strahlentherapie (IORT) durchgeführt werden, die das Brustzentrums in Zusammenarbeit mit der Strahlentherapie der Technischen Universität München anbieten kann. Diese besondere Form der Boost-Bestrahlung führt man schon während der Operation durch. Damit lassen sich ein bis zwei Wochen Nachbestrahlung vermeiden
  • In Studien kann geeigneten Patientinnen auch die alleinige Intaoperative Strahlentherapie (IORT) ermöglicht werden. Das heißt, sie brauchen keine Ganzbrustbestrahlung
  • Nachsorge

Hat eine Patientin ihre Therapie abgeschlossen, muss sie weiterhin von ihrem Frauenarzt betreut werden. Zusätzlich zu den nach Leitlinie empfohlenen Nachsorgen bei Ihrem Frauenarzt erfolgt, – wenn Sie an einer Studie teilnehmen - eine unabhängige Nachsorge entsprechend des Studienprotokolls in der Studienzentrale unseres Brustzentrums.

  • Die Nachsorgerichtlinien für Brustkrebspatientinnen sind in den S3 Leitlinien festgelegt. Informationen dazu findet man in der Patientenbroschüre „Brustkrebs die Ersterkrankung und DCIS – Eine Leitlinie für Patientinnen“ und im Internet unter www.krebsgesellschaft.de
  • Zusätzlich zu den allgemeinen Richtlinien ist die lebenslange, monatliche Selbstuntersuchung der Brust empfehlenswert. Anleitung dazu geben Frauenärzte und spezielle Kurse („mamma care“) – z.B. im Brustzentrum

Durch regelmäßiges Sporttreiben lässt sich das Risiko für ein Wiederauftreten des Krebses (Rezidivrisiko) um circa 20 Prozent reduzieren. Die Bewegung vermindert außerdem therapie- und krankheitsbedingte Nebenwirkungen, gibt ein besseres Körpergefühl und fördert die Rehabilitation.

  • empfohlen wird leichtes Ausdauertraining wie Laufen, Nordic Walking oder Schwimmen, jeweils 30 bis 40 Minuten drei- bis viermal pro Woche
  • mehr Informationsmaterial dazu ist beim Psychoonkologie-Team des Brustzentrums und beim betreuenden Ärzteteam erhältlich
  • Nachsorgerichtlinien für Brustkrebspatientinnen

Die Nachsorgerichtlinien für Brustkrebspatientinnen empfehlen:
1 bis 3 Jahre nach der Primärtherapie

  • alle 3 Monate eine körperliche Untersuchung, Beratung, Tastuntersuchung
  • alle 6 Monate Mammographie und Ultraschalluntersuchung der betroffenen Brust, einmal jährlich der nicht betroffenen Brust

4 bis 5 Jahre nach der Primärtherapie

  • alle 6 Monate eine körperliche Untersuchung, Beratung, Tastuntersuchung
  • einmal jährlich Mammographie und Ultraschalluntersuchung der betroffenen und der nicht betroffenen Brust

Ab dem 6. Jahr nach der Primärtherapie

  • jährlich eine körperliche Untersuchung, Beratung, Tastuntersuchung
  • eine jährliche Mammographie und Ultraschalluntersuchung der betroffenen und der nicht betroffenen Brust

Bei Verdacht auf ein Wiederauftreten des Brustkrebses oder auf Metastasen sowie bei Beschwerden (z.B. Knochenschmerzen) sind weitere Labor- und technische Untersuchungen notwendig.

Die Patientinnen sollten zu jeder Untersuchung ihren Nachsorgekalender mitbringen. In ihm werden alle schriftlichen Unterlagen (Arztbriefe, Röntgenbefunde etc.) gesammelt.

Sprechstunden

Rotkreuzklinikum München
Frauenklinik

Taxisstraße 3
80637 München

Abteilung Senologie
Hauptabteilung Gynäkologie

Leitende Ärzte: PD Dr. Michael Braun, Dr. Ulrich Hamann

Interdisziplinäres Brustzentrum Sprechstunde

Montag-Freitag:08.00 - 16.00 Uhr

Telefonische Anmeldung

Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623

Diagnostische Radiologie

Leitender Arzt: Dr. med. Dieter Scheich

Telefonische Anmeldung
Tel.089/1303-3640
Fax089/1303-3644
E-Mail

 

Plastische Brust-Sprechstunde

Montag:14.00 - 15.00 Uhr
Mittwoch:14.00 - 15.00 Uhr

Telefonische Anmeldung

Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623

Belegungsmanagement/Anästhesiesprechstunde

Montag-Freitag:08.00 - 14.00 Uhr

Telefonische Anmeldung

Natalie Stelcer-Tepe

Tel.089/1303-3427

Team &
Kontakt

PD Dr. med. Michael Braun
PD Dr. med. Michael Braun
Sprecher/Koordinator Hauptabteilung Gynäkologie
Leitender Arzt Abteilung für Senologie/Brustzentrum
Tel.089/1303-3797
Fax089/1303-3623
Expertenprofil
E-Mail
Dr. med. Ulrich Hamann
Dr. med. Ulrich Hamann
Leitender Arzt Abteilung Gynäkologie, Brustzentrum, Urogynäkologie
Tel.089/1303-3797
Fax089/1303-3623
Expertenprofil
E-Mail
PD Dr. med. Martin Pölcher
PD Dr. med. Martin Pölcher
Leitender Arzt Abteilung Gynäkologische Onkologie und minimalinvasive Chirurgie
Tel.089/1303-3797
Fax089/1303-3623
Expertenprofil
E-Mail
Dr. med. Claus A. Hanusch
Dr. med. Claus A. Hanusch
Leitender Arzt Onkologische Tagesklinik und Studienzentrale
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, medikamentöse Tumortherapie
Tel.089/1303-3810
Fax089/1303-3445
Expertenprofil
E-Mail
Anne Andrulat
Anne Andrulat
Fachärztin
Koordinatorin Brustzentrum und Gynäkologisches Krebszentrum
Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3120
E-Mail
Dr. med. Moritz Hamann
Dr. med. Moritz Hamann
Oberarzt
Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623
E-Mail
Daria Kurz
Daria Kurz
Oberärztin
Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623
E-Mail
Dr. med. Marc Mosner
Dr. med. Marc Mosner
Oberarzt,
Zusatzqualifikation:
Minimalinvasive Chirurgie (MIC II der AGE)
Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623
E-Mail
Dr. med. Sonja Sinz
Dr. med. Sonja Sinz
Oberärztin
Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623
E-Mail
Dr. med. Meike Kern
Dr. med. Meike Kern
Fachärztin
Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623
E-Mail

Weiterführende
Informationen

Zweitmeinung

Gern können Sie bei uns eine ärztliche Zweitmeinung einholen. Dazu bitte einen Termin in der prästationären Sprechstunde vereinbaren:

Prästationäre Sprechstunde

Montag-Freitag:08.30 - 12.00 Uhr
Montag-Donnerstag:13.00 - 16.00 Uhr

Telefonische Anmeldung

Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623

Hier besprechen wir mit Ihnen die Befunde Ihres Frauenarztes und die weitere Therapieplanung. Wir stehen ebenso für eine zweite Fachmeinung zur Verfügung. In dieser Sprechstunde legen wir die Termine für die stationäre Aufnahme, weitere Untersuchungen und ggf. die Art und Weise des operativen Eingriffs fest.

Downloads

Hier steht Interessierten das derzeitige Angebot des Brustzentrums an klinischen Studien zum Download zur Verfügung:

Gynäkologisches Krebszentrum

Das Gynäkologische Krebszentrum ist eine fächerübergreifende (interdisziplinäre) Einrichtung des Rotkreuzklinikums München. Hier werden Frauen mit Verdacht auf eine gynäkologische Tumorerkrankung von kompetenten Ansprechpartnern behandelt und betreut, die eine patientengerechte, umfassende und qualitätsgesicherte moderne Medizin anbieten.

Die Behandlung einer gynäkologischen Krebserkrankung wird in folgenden Schritten durchgeführt und bietet je nach Art und Ausprägung der Tumoren verschiedene Therapieoptionen:

  • Vor einer Operation ist der Einsatz moderner bildgebender Verfahren wie Sonographie, Computertomographie und Kernspintomographie zur Bestimmung der Tumorausbreitung hilfreich 
  • In einer gemeinsamen Besprechung von Radiologen, Pathologen und Operateuren, der sogenannten Tumorkonferenz, werden für jede Patientin die erhobenen Befunde diskutiert und eine Therapie geplant
  • Die Auswahl der modernen operativen Therapieansätze richtet sich nach der Tumorausbreitung und Tumorbiologie. So können z.B. bei kleineren Gebärmutterhalstumoren Operationstechniken zum Einsatz kommen, die die Blasenfunktion und die Sexualfunktionen wenig beeinträchtigen. Auch einem Wunsch nach dem Erhalt der Fruchtbarkeit oder der natürlichen Hormonbildung kann bei bestimmten Tumoren mit vertretbarem Risiko nachgekommen werden
  • Viele bösartige Erkrankungen lassen sich heute minimalinvasiv (mit Schlüssellochchirurgie) operieren – insbesondere Tumoren der Gebärmutter (Endometriumkarzinome, Zervixkarzinome). Bei der Bauchspiegelung (Laparoskopie) können die gleichen Maßnahmen ohne Bauchschnitt durchgeführt werden wie beim offenen Operieren. Das bedeutet für die Patientinnen einen geringeren Blutverlust, niedrigeren Schmerzmittelbedarf, einen kürzeren stationären Aufenthalt und eine bessere Lebensqualität in der Zeit rund um die Operation
  • Es gibt aber auch Tumoren, bei denen weiterhin eine offene Operation die besten Ergebnisse verspricht. Dies gilt insbesondere für den im Bauchraum sich ausbreitenden Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom). Weil dabei häufig auch Teile des Darmes und befallene Oberbauchorgane entfernt werden müssen, führen gynäkologische Onkologen und Viszeralchirurgen diese Operationen gemeinsam durch
  • Das Angebot der Psychoonkologie, der Sozialarbeit und der Einsatz speziell geschulter Pflegekräfte gewährleisten im Gynäkologischen Krebszentrum eine umfassende Hilfestellung (siehe auch Unterstützende Behandlung)
  • Nach der Operation kann bei manchen gynäkologischen Krebserkrankungen eine Strahlentherapie oder eine systemische Therapie (Chemotherapie und Antikörpertherapie) notwendig sein. Das Gynäkologische Krebszentrum gewährleistet diese in Zusammenarbeit mit der Onkologischen Tagesklinik, einer Hämato-Onkologischen Schwerpunktpraxis, Strahlentherapeuten und niedergelassenen Frauenärzten

Das Team des Gynäkologischen Krebszentrums am Rotkreuzklinikum München besteht aus Spezialisten der unterschiedlichsten Fachrichtungen, die interdisziplinär zusammenarbeiten.


Wir sind zertifiziert von der Deutschen Krebsgesellschaft

Zertifikat der Deutschen KrebsgesellschaftZertifizierungslogo der CERT iQ GmbH

Leistungs-
spektrum

Das Angebot des Gynäkologischen Krebszentrums umfasst das gesamte Spektrum gynäkologischer Eingriffe. Dazu gehören die folgenden Leistungen:

  • Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)
  • Abtragung oder Verödung von Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablation)
  • Ausschabung der Gebärmutter (Fraktionierte Abrasio)
  • Entfernung von Gewebe aus dem Muttermund bei Vorstadien des Gebärmutterhalskrebses (Konisation)
  • Probeentnahmen zur histologischen Aufarbeitung

Schlüssellochoperationen (minimalinvasive Techniken)

  • onkologische Eingriffe, dazu gehören z.B. die nervensparende Gebärmutterentfernung (Operation nach Wertheim) und die Entfernung von Lymphknoten (Lymphonodektomien)
  • Eingriffe an den äußeren Genitalien der Frau (Vulvakarzinom). Dazu gehören die Entfernung eines Teils der Vulva oder der gesamten Vulva sowie die Entfernung von Leisten-Lymphknoten (inguinal), wenn möglich mittels Wächterlymphknoten-Technik 
  • Eingriffe bei Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) und Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
  • Operationen bei Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Sprechstunden

Rotkreuzklinikum München
Frauenklinik

Taxisstraße 3
80637 München

Abteilung Gynäkologische Onkologie und Minimalinvasive Chirurgie
Hauptabteilung Gynäkologie

Leitender Arzt: PD Dr. Martin Pölcher

Gynäkologisches Krebszentrum Sprechstunde

Mittwoch:09.30 - 15.00 Uhr
Donnerstag und Freitag nach Vereinbarung

Telefonische Anmeldung

Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623

Belegungsmanagement/Anästhesiesprechstunde

Montag-Freitag:08.00 - 14.00 Uhr

Telefonische Anmeldung

Natalie Stelcer-Tepe

Tel.089/1303-3427

Team &
Kontakt

PD Dr. med. Martin Pölcher
PD Dr. med. Martin Pölcher
Leitender Arzt Abteilung Gynäkologische Onkologie und minimalinvasive Chirurgie
Tel.089/1303-3797
Fax089/1303-3623
Expertenprofil
E-Mail
Dr. med. Ulrich Hamann
Dr. med. Ulrich Hamann
Leitender Arzt Abteilung Gynäkologie, Brustzentrum, Urogynäkologie
Tel.089/1303-3797
Fax089/1303-3623
Expertenprofil
E-Mail
PD Dr. med. Michael Braun
PD Dr. med. Michael Braun
Sprecher/Koordinator Hauptabteilung Gynäkologie
Leitender Arzt Abteilung für Senologie/Brustzentrum
Tel.089/1303-3797
Fax089/1303-3623
Expertenprofil
E-Mail
Dr. med. Claus A. Hanusch
Dr. med. Claus A. Hanusch
Leitender Arzt Onkologische Tagesklinik und Studienzentrale
Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, medikamentöse Tumortherapie
Tel.089/1303-3810
Fax089/1303-3445
Expertenprofil
E-Mail
Anne Andrulat
Anne Andrulat
Fachärztin
Koordinatorin Brustzentrum und Gynäkologisches Krebszentrum
Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3120
E-Mail
Dr. med. Moritz Hamann
Dr. med. Moritz Hamann
Oberarzt
Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623
E-Mail
Daria Kurz
Daria Kurz
Oberärztin
Tel.089/1303-3620
Fax089/1303-3623
E-Mail
Dr. med. Marc Mosner
Dr. med. Marc Mosner
Oberarzt,
Zusatzqualifikation:
Minimalinvasive Chirurgie (MIC II der AGE)
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Dr. med. Sonja Sinz
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Dr. med. Meike Kern
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Zweitmeinung

Gern können Sie bei uns eine ärztliche Zweitmeinung einholen. Dazu bitte einen Termin in der prästationären Sprechstunde vereinbaren:

Prästationäre Sprechstunde

Montag-Freitag:08.30 - 12.00 Uhr
Montag-Donnerstag:13.00 - 16.00 Uhr

Telefonische Anmeldung

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Hier besprechen wir mit Ihnen die Befunde Ihres Frauenarztes und die weitere Therapieplanung. Wir stehen ebenso für eine zweite Fachmeinung zur Verfügung. In dieser Sprechstunde legen wir die Termine für die stationäre Aufnahme, weitere Untersuchungen und ggf. die Art und Weise des operativen Eingriffs fest.

Darmzentrum

In Deutschland wird jedes Jahr über 65.000 Mal die Diagnose Darmkrebs gestellt. Doch wird er frühzeitig erkannt, haben die Patienten gute Heilungschancen. Die Diagnostik und Therapie des kolorektalen Karzinoms folgen bestimmten Leitlinien. Der Behandlungserfolg hängt dabei wesentlich von der engen, fachübergreifenden Zusammenarbeit der jeweils beteiligten Ärzte ab. Das Darmzentrum kooperiert deshalb mit allen beteiligten Nachbarfächern wie der Gastroenterologie, Hämatoonkologie und Strahlentherapie. Die Spezialisten legen gemeinsam für jeden Patienten ein individuelles Therapiekonzept fest. Durch diese moderne und differenzierte Behandlung ist Heilung oder zumindest ein verbessertes und verlängertes überleben möglich.

Im Mittelpunkt jeder Therapieentscheidung steht in jedem Fall die bestmögliche Anpassung der medizinischen Maßnahmen an die Bedürfnisse des einzelnen Patienten. Faktoren wie Alter, körperlicher und seelischer Zustand und das soziale Umfeld spielen hier eine wichtige Rolle. Die Behandlung ist immer leitliniengerecht und
stadienadaptiert. Ihr mehrsträngiges (multimodales) Konzept sollte aber immer vom Patienten mitgetragen werden.

Nach einer Operation steht die Rehabilitation im Vordergrund der Bemühungen. Dabei profitieren die Patienten von der Kompetenz der Pflegekräfte und der unterstützenden Partner (z.B. Physiotherapie, Psychoonkologische Beratung, Sozialdienst, Stromaschwestern, Seelsorge, AHB-Kliniken).

Auch bei gutartigen entzündlichen Erkrankungen des Darmes (z.B. Divertikelkrankheit, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) ist eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit aller Spezialisten notwendig, um eine für den Patienten maßgeschneiderte, moderne und erfolgreiche Behandlung zu gewährleisten.

Das interdisziplinäre Darmzentrum des Rotkreuzklinikums München bietet Patienten mit Erkrankungen des Darms eine umfassende Betreuung auf höchstem Niveau und folgende Vorteile:

  • Bei gut- und bösartigen Tumoren des Darms sowie akuten und chronischen Entzündungen ist eine fachübergreifend koordinierte Diagnostik und Therapie möglich
  • Kurze Wege und eine intensive Zusammenarbeit aller beteiligten Disziplinen optimieren die Behandlung
  • Es finden regelmäßig viszeralmedizinische und Tumorkonferenzen statt. Dabei wird jeder Fall interdisziplinär besprochen und eine auf den Patienten individuell abgestimmte Therapie erstellt

Die Struktur des Darm- und Pankreaszentrums am Rotkreuzklinikum München finden Sie hier.

Diagnostik

Das Darmzentrum erfüllt mit den folgenden Untersuchungen die höchsten internationalen Standards der gastroenterologischen und radiologischen Diagnostik.

Gastroenterologische Diagnostik:

  • Magenspiegelung (Gastroskopie):
    Dabei wird mithilfe eines optischen Geräts in Form eines flexiblen Kunststoffschlauchs (Gastroskop) der obere Teil des Verdauungstrakts (Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm) untersucht. Die Untersuchung erfolgt in kurzer Narkose und in der Regel ambulant 
  • Darmspiegelung (Koloskopie):
    Das ist eine Untersuchung des Dickdarms und meistens auch der letzten Zentimeter des Dünndarms mit einem schlauchartigen optischen Instrument (Endoskop). Für diese Untersuchung muss der Darm mit einer speziellen Trinklösung ein bis zwei Tage vorher entleert werden. Auf Wunsch kann in kurzer Narkose koloskopiert werden
  • innere (endoskopische) Ultraschalluntersuchung (Endosonographie):
    Dabei wird ein Ultraschallkopf mittels eines Endoskops direkt mit inneren Oberflächen (z.B. Speiseröhre, Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse) in Kontakt gebracht. Damit lassen sich diese sehr genau darstellen und u.a. Tumoren besonders früh und gut erkennen
  • Kapselendoskopie:
    Für diese Untersuchung schluckt der Patient eine kleine Kapsel mit eingebauter Kamera. Diese filmt auf ihrem Weg durch den Verdauungstrakt bis zur Ausscheidung. Durch diese Aufnahmen können krankhafte Veränderungen – vor allem im sonst schwer zugänglichen Dünndarmbereich – erkannt werden


Radiologische Diagnostik:

  • konventionelles Röntgen
  • Spiral-Computertomographie (CT):
    Mit diesem strahlungsarmen Verfahren lassen sich die inneren Organe in feinen Schichten darstellen und kleinste Veränderungen frühzeitig in Größe und Ausdehnung erkennen. Auch die dreidimensionale Rekonstruktion der Blutgefäße ist möglich
  • Kernspintomographie (MR):
    Bei dieser Untersuchungsmethode ohne Strahlenbelastung werden mithilfe eines Magnetfeldes dreidimensionale Schnittbilder erstellt. Damit ist u.a. auch eine Darstellung des Bauchspeicheldrüsen-, des Gallengangs und der Blutgefäße möglich

Therapie

Im Darmzentrum stehen 24 Stunden am Tag sämtliche Möglichkeiten der Spiegelung (Endoskopie) einschließlich des inneren Ultraschalls (Endosonographie), Kontrastmittel-Ultraschall (Kontrastmittel-Sonographie) sowie Therapiemöglichkeiten am Gewebe (interventionell) zur Verfügung. Mit den bildgebenden Verfahren (z.B. 40zeiler Computertomographen, 1,5 Tesla Kenspintomographen) sind nicht nur die Diagnostik, sondern auch therapeutische Eingriffe (Punktion, Drainageeinlage) möglich.

Es wird für jeden Patienten überprüft, welche Therapie sinnvoll ist. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob eine Operation durchgeführt werden muss und welches Verfahren infrage kommt. Das Spektrum umfasst dabei die modernsten Methoden – inklusive der minimalinvasiven. Je nach Tumorstadium kann auch organerhaltend operiert werden. Mittelpunkt und Ziel jeder Operation ist jedoch immer die Entfernung des sichtbaren Tumors. Dies ist entscheidend für die Heilung bzw. Prognose des Patienten.

Bei den kursiv und fett markierten Begriffen sind ausführliche Erklärungen hinterlegt – bitte dazu mit der Maus auf den Begriff gehen.

Am Darmzentrum stehen sämtliche konservativen und operativen Methoden zur Behandlung von Dick- und Enddarmtumoren zur Verfügung. Das umfasst z.B.:

Gastroenterologische Therapien

  • Gewebeprobeentnahme zur Diagnosesicherung
  • Entfernung von Polypen (Adenomen)

Sie müssen aus dem Darm herausgenommen werden, weil sich aus ihnen bösartige Tumoren entwickeln können

  • sonographisch gesteuerte Abszessdrainage

Soll Flüssigkeit aus einem Abszess abgeleitet werden, wird dies durch Ultraschall-Unterstützung erleichtert

  • mit Endosonographie gesteuerte Punktion

Die Endosonographie ist eine Kombination aus Magenspiegelung und innerlicher Ultraschalluntersuchung. Dabei wird mit einem speziellen Ultraschallkopf eine Punktionsnadel gezielt vor Ort gebracht und eine Gewebeprobe (Punktion) entnommen

  • endoskopische Blutstillung im Bereich der Speiseröhre oder des Magens

Dies geschieht mittels Clips, Gummibändern oder Unterspritzen mit blutstillender Lösung

  • endoskopisches Verschließen von Darmfisteln
  • überbrückung von Engstellen im Speiseröhren- oder Enddarmbereich

Dabei kommen spezielle Röhren (Stents) zum Einsatz

Für mehr Informationen zum Gastroeneterologie bitte hier klicken.


Radiologische Therapien

  • Gewebeentnahme (Punktion)

Gewebeentnahme von Zysten oder Tumoren mithilfe von Schnittbildern (CT-gesteuert)

  • Drainageeinlagen

Drainageeinlagen in allen Regionen bei Eiteransammlungen (Abszessen)

  • Verkochung von Lebermetastasen

Verkochung von Lebermetastasen durch Punktion der Leber von außen zur Vermeidung einer Operation (Radiofrequenzablation, RFA)

  • Entnahme (Punktion)

Entnahme von Flüssigkeitsansammlungen oder Tumoren im Bereich der Bauchhöhle und des Brustkorbs (Thorax)

Für mehr Informationen zur Radiologie bitte hier klicken.

Chirurgische Therapien

Chirurgische Therapien von gutartigen Erkrankungen:
Erst nach Ausschöpfen aller sinnvollen konservativen Maßnahmen wird bei einigen Darmerkrankungen operiert. Dies betrifft in der Regel das fortgeschrittene und komplizierte Krankheitsstadium. Zum Beispiel, wenn ein Darmverschluss (Ileus) oder ein Darmdurchbruch (Perforation) droht oder schon eingetreten ist. Auch eine anhaltende Blutung oder das gehäufte Auftreten von Beschwerden und Symptomen (Rezidive) können eine Operation nötig machen. Dies trifft für Darmerkrankungen wie Divertikulitis des Dickdarmes (Entzündung von Schleimhautausstülpungen), Morbus Crohn (Schleimhautentzündung vom Magen bis zum Enddarm) oder Colitis Ulcerosa (Schleimhautentzündung des Dickdarmes) zu. Im Gegensatz zu bösartigen Krankheiten ist bei diesen Erkrankungen nur der betroffene Abschnitt zu entfernen. Wenn möglich, werden die Operationen minimalinvasiv (laparoskopisch) durchgeführt. Bis auf sehr komplizierte Fälle gelingt dies in der Regel mit sehr gutem Erfolg.

  • Magenteilresektionen

Dazu gehören z.B. die Wedgeresektionen: Hier wird eine intraoperative Endoskopie durchgeführt und nach eindeutiger Befundlokalisation der Verschluss (Wedge) angehoben und organsparend durch den Chirurgen in Schlüssellochtechnik entfernt

  • laparoskopisch assistierte Dünndarmresektionen

Dabei stellt man eine neue Darmverbindung über einen kleinen Hautschnitt manuell her

  • Dickdarmresektionen

Am häufigsten kommt es zur minimalinvasiven Teilentfernung des Dickdarms (laparoskopische Sigmaresektion) z.B. bei einer komplizierten Divertikulitis und der Entfernung des übergangsbereiches von Dünndarm zu Dickdarm (Ileozökalresektion) z.B. bei Morbus Crohn

Chirurgische Therapien von bösartigen Erkrankungen

Im Gegensatz zu den gutartigen Erkrankungen muss bei Krebskrankheiten der Tumor komplett und radikal samt seinem Lymphabflussgebiet entfernt werden. Die Ausführung und der Erfolg dieser OP sind entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf und die Prognose des Patienten. Dabei werden die Behandlungsmöglichkeiten immer vielfältiger und differenzierter. So ist der Operation manchmal z.B. eine kombinierte Strahlen-Chemotherapie (bei Enddarmkrebs) vorgeschaltet. Durch diese aufwendigen Behandlungskonzepte lassen sich die besten Heilungschancen für den Patienten erreichen.

  • Therapie bösartiger Tumoren des Dick- und Enddarms

Die Behandlung des Patienten wird immer in der interdisziplinären Tumorkonferenz abgestimmt. Magen-Darm-Spezialisten, Experten für Krebsbehandlung, Röntgenärzte sowie Ärzte der Pathologie und spezialisierte Chirurgen koordinieren die Behandlung in Zusammenarbeit mit den Hausärzten. Bei Frühformen (T1-Stadium) des Dickdarmkrebses ist eine endoskopische Abtragung im Rahmen der Dickdarmspiegelung ausreichend. Bei zweifelhaften Befunden wird organsparend nur der betroffene Gewebebereich entfernt. Dabei lokalisiert man den Tumor genau durch eine intraoperative Darmspiegelung und entfernt ihn dann minimalinvasiv (Rendezvous-Technik). Bei größeren Tumoren (T2-Stadium) ist die komplette Entfernung des Tumors samt seinem Lymphabfluss Zielsetzung. Nur selten (bei sehr naher Tumorlage zum After) muss dabei für eine kurze Zeit ein künstlicher Darmausgang (Anus Praeter) angelegt werden. Bei Befall des Bauchfelles ist es möglich, während der Operation mit einer erhitzten Chemotherapie (HIPEC-Verfahren) die Bauchhöhle zu behandeln, was zu einer weiteren Zerstörung der Tumorzellen und zu einer besseren Prognose führen kann. Bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen schließt sich eine Chemotherapie für circa sechs Monate an, die jedoch in den meisten Fällen ambulant erfolgt

Nachsorge

Es wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Patienten ausführlich über ihre Erkrankung und das weitere nötige Vorgehen informiert werden. Wenn erwünscht, ziehen die Ärzte dabei auch die Angehörigen mit ein. In der Nachsorge bietet das Darmzentrum viele Vorteile:

  • Jeder Patient mit Erkrankungen des Darms wird in interdisziplinären Konferenzen (Tumorkonferenz, viszeralmedizinische Konferenz) vorgestellt 
  • Die Ärzte legen für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Therapie fest und stellen sie dem Betroffenen vor 
  • Nach der Operation erfolgt eine auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten ausgerichtete Nachsorge. Diese erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt. So erhält dieser bereits nach der OP eine kurze Information über den intraoperativen Befund
  • Um einen optimalen Informationsfluss für alle behandelnden Ärzte sicherzustellen, erhält der Patient bei der Entlassung eine sogenannte Patienteninformationsmappe (PIM). In dieser PIM sind alle relevanten Befunde zusammengefasst. Dies ermöglicht die bestmögliche Weiterbehandlung
  • Die Zusammenarbeit mit Reha-Einrichtungen und Selbsthilfegruppen unterstützt die Patienten auf ihrem Genesungsweg
  • Sport und Krebs: In vielen Untersuchungen konnte der positive Einfluss von Sport nachgewiesen werden. Dies gilt sowohl für die Vermeidung (Prävention) einer Krebserkrankung wie für die begleitende Behandlung. Die Spezialisten des Darmzentrums beraten diesbezüglich in enger Zusammenarbeit mit dem Sportmedizinischen Institut der TUM und Prof. M. Halle (link) und führen auch Untersuchungen durch. Patienten, die dazu bereit sind, können an einer Studie (F-PROTECT) teilnehmen. Dabei wird die körperliche Aktivität des Patienten genau analysiert, optimal auf seine Belange eingestellt und im Verlauf verfolgt. Mehr Informationen zum wichtigen Thema Bewegung und Krebs gibt es hier – bitte anklicken.

Sprechstunden

Rotkreuzklinikum München

Nymphenburger Straße 163
80634 München

Darm- und Pankreaszentrum

Onkologische Sprechstunde

Montag:14.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag:14.00 - 16.00 Uhr

Telefonische Anmeldung

Sekretariat Chirurgie
Walburga Fastner
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549

Team &
Kontakt

Rotkreuzklinikum München

Nymphenburger Straße 163
80634 München

Prof. Dr. med. Peter Born
Prof. Dr. med. Peter Born
Chefarzt
Internist, Gastroenterologe,
Diabetologe, Endokrinologe,
Facharzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Rotkreuzplatz
Tel.089/1303-2521
Fax089/1303-2524
Expertenprofil
E-Mail
Prof. Dr. med. Wolfgang E. Thasler
Chefarzt

Chirurg, Viszeralchirurg,

Facharzt für Koloproktologie (EBSQ),
Chirurgische Onkologie (EBSQ),

Ärztliches Qualitätsmanagement
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Markus Wagner
Dr. med. Markus Wagner
Leitender Oberarzt,
Chirurg, Viszeralchirurg
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Frank Treitschke
Dr. med. Frank Treitschke
Chirurg, Koordinator Darm- und Pankreaszentrum
Arzt im Qualitätsmanagement
Tel.089/1303-2553
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Ali Dadashi
Dr. med. Ali Dadashi
Oberarzt
Chirurg, Unfallchirurg, Viszeralchirurg
Zertifizierter Fußchirurg (DAF)
ATLS-zertifizierte Notfallmedizin
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Peter Schwendtner
Dr. med. Peter Schwendtner
Oberarzt
Chirurg, Viszeralchirurg
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Andreas Jung
Dr. med. Andreas Jung
Oberarzt, Internist, Gastroenterologe,
Facharzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Rotkreuzplatz
Tel.089/1303-2521
Fax089/1303-2524
Jürgen Winker
Jürgen Winker
Oberarzt
Stellvertretung bei Abwesenheit von Prof. Born
Internist, Gastroenterologe,
Facharzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Rotkreuzplatz
Tel.089/1303-2521
Fax089/1303-2524
Dr. med. Thomas Braun
Dr. med. Thomas Braun
Oberarzt, Internist, Gastroenterologe
Tel.089/1303-2521
Fax089/1303-2524
E-Mail

Weiterführende
Informationen

Die Aufnahme eines Patienten am Darm- und Pankreaszentrum ist jederzeit möglich. Folgende Ansprechpartner stehen ärztlichen Kollegen für die Anmeldung zur Verfügung:

NOTFÄLLE ZU JEDER ZEIT ÜBER DIE ZENTRALE NOTAUFNAHME
24-Stunden-Hotline (ZNA):
Tel.089/1303-2543
Bettenzentrale
Tel.089/1303-4300
Terminvereinbarung über das Patienten-Service-Center
Petra Walcher
Tel.089/1303-4586
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. med. Frank Treitschke unter
Tel.089/1303-2553
 oder
Tel.0800/6648668
Pankreaszentrum

Bauchspeicheldrüsenkrebs macht mit circa 15.000 Neuerkrankungen im Jahr in Deutschland nur circa drei Prozent aller Krebserkrankungen aus. Aufgrund der schlechten Prognose bei dieser Erkrankung kommt es hier ganz besonders auf eine Früherkennung an. Bei vielen Patienten ist allerdings durch eine moderne und differenzierte Behandlung ein verbessertes und verlängertes überleben möglich geworden. Am Pankreaszentrum werden die Therapiebausteine, jeweils in engster Zusammenarbeit mit allen beteiligten Nachbarfächern wie der Gastroenterologie, Hämatoonkologie und der Strahlentherapie, festgelegt.

Im Mittelpunkt jeder Therapieentscheidung steht in jedem Fall die bestmögliche Anpassung der medizinischen Maßnahmen an die Bedürfnisse des einzelnen Patienten. Faktoren wie Alter, körperlicher und seelischer Zustand und das soziale Umfeld spielen hier eine wichtige Rolle. Die Behandlung ist stets leitliniengerecht und
stadienadaptiert. Ihr vielsträngiges (multimodales) Konzept sollte aber immer vom Patienten mitgetragen werden.

Nach einer erfolgreichen Operation besteht auch bei Bauchspeicheldrüsenkrebs die Chance auf Heilung. In der Zeit danach stehen die Erholung und Rehabilitation im Vordergrund. Dabei profitieren die Patienten von der Kompetenz der Pflegekräfte und unterstützenden Partner (z.B. Physiotherapie, Psychoonkologische Beratung, Sozialdienst, Stromaschwestern, Seelsorge, AHB-Kliniken).

Das interdisziplinäre Pankreaszentrum des Rotkreuzklinikums München bietet Patienten mit Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse eine umfassende Betreuung auf höchstem Niveau und folgende Vorteile:

  • Bei gut- und bösartigen Tumoren des Pankreas sowie akuten und chronischen Entzündungen sind eine fachübergreifend koordinierte Diagnostik und Therapie möglich
  • Kurze Wege und eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Disziplinen optimieren die Behandlung
  • Es finden regelmäßig viszeralmedizinische und Tumorkonferenzen statt. Dabei wird jeder Fall interdisziplinär besprochen und eine auf den Patienten individuell abgestimmte Therapie erstellt

Die Struktur des Pankreaszentrums am Rotkreuzklinikum München finden Sie hier.

Diagnostik

Das Pankreaszentrum erfüllt mit den folgenden Untersuchungen die höchsten internationalen Standards der gastroenterologischen und radiologischen Diagnostik.

Gastroenterologische Diagnostik:

  • innere (endoskopische) Ultraschalluntersuchung (Endosonographie):
    Dabei wird ein Ultraschallkopf mittels eines speziellen schlauchartigen Geräts (Endoskop) direkt mit inneren Oberflächen (z.B. Bauchspeicheldrüse) in Kontakt gebracht. Damit können diese sehr genau dargestellt und u.a. Tumoren besonders früh und gut erkannt werden. Diese Untersuchung wird in Kombination mit einer Standardmagenspiegelung durchgeführt und erfolgt in kurzer Betäubung (Analgo-Sedierung). Das ist für den Patienten schonend. Er wird dabei optimal überwacht
  • mit Endosonographie gesteuerte Punktion:
    Das ist eine Kombination aus Magenspiegelung und innerlicher Ultraschalluntersuchung: Man bringt über einen speziellen Ultraschallkopf eine Punktionsnadel gezielt vor Ort und entnimmt verdächtiges Gewebe (z.B. Tumoren, Zysten, Abszesse) minimalinvasiv. Dies trägt entscheidend zur Diagnostik und Therapie bei
  • endosonographische Drainageeinlage (Endo-NOTES-Technik):
    Bei diesem sehr modernen Verfahren legt man über die Magenwand (transgastral) einen kleinen Schlauch in ein entzündetes Gewebegebiet – z.B. bei einer fortgeschrittenen Bauchspeicheldrüsenentzündung (nekrotisierende Pankreatitis). über ihn kann gespült und das tote Gewebe ausgeräumt werden. Durch diese aufwendige Technik lässt sich in den meisten Fällen eine Operation vermeiden
  • innere Darstellung der Gallenwege und des Bauchspeicheldrüsenganges (Endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie, ERCP)
    Sie kommt hauptsächlich zum Einsatz, wenn Engstellen (Stenosen) im Gallen- bzw. Bauchspeicheldrüsengang behoben werden müssen, die durch Steine, Entzündungen oder Tumoren entstehen können. Dabei lassen sich oft auch gleich die Steine entfernen und/oder bei Entzündungen und Tumoren der Abfluss der Galle durch Einlage eines Röhrchens (Stent) wiederherstellen

Radiologische Diagnostik:

  • konventionelles Röntgen
  • Spiral-Computertomographie (CT):
    Mit diesem strahlungsarmen Verfahren lassen sich die inneren Organe in feinen Schichten darstellen und kleinste Veränderungen frühzeitig in Größe und Ausdehnung erkennen. Auch die dreidimensionale Rekonstruktion der Blutgefäße ist möglich
  • Kernspintomographie (MRCP):
    Bei dieser Untersuchungsmethode ohne Strahlenbelastung werden mithilfe eines Magnetfeldes dreidimensionale Schnittbilder erstellt. Damit ist u.a. auch eine Darstellung des Bauchspeicheldrüsen-, des Gallengangs und der Blutgefäße möglich

Therapie

Im Pankreaszentrum stehen 24 Stunden am Tag sämtliche Möglichkeiten der Spiegelung (Endoskopie) einschließlich des inneren Ultraschalls (Endosonographie), Kontrastmittel-Ultraschall (Kontrastmittel-Sonographie) sowie Therapiemöglichkeiten am Gewebe (interventionell) zur Verfügung. Mit den bildgebenden Verfahren (z.B. 40zeiler Computertomographen, 1,5 Tesla Kenspintomographen) sind nicht nur die Diagnostik, sondern auch therapeutische Eingriffe (Punktion, Drainageeinlage) möglich.

Für jeden Patienten wird überprüft, welche Therapie sinnvoll ist. Dazu gehört auch die Entscheidung, ob eine Operation durchgeführt werden muss und welches Verfahren infrage kommt. Das Spektrum umfasst dabei die modernsten Methoden – inklusive der minimalinvasiven. Je nach Tumorstadium kann auch organerhaltend operiert werden. Mittelpunkt und Ziel jeder Operation ist jedoch immer die Entfernung des sichtbaren Tumors. Dies ist entscheidend für die Heilung bzw. Prognose des Patienten.

Bei den kursiv und fett markierten Begriffen sind ausführliche Erklärungen hinterlegt – bitte dazu mit der Maus auf den Begriff gehen.

Am Pankreaszentrum stehen sämtliche konservativen und operativen Methoden zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsen-Erkrankungen zur Verfügung. Das umfasst z.B.:

Gastroenterologische Therapien

  • Behandlung von Gallengangssteinen (Choledocholithiasis)

Typisch für diese Erkrankung sind kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch und eine Gelbsucht (schmerzhafter Ikterus). Durch eine Kombination aus Magenspiegelung und innerlicher Ultraschalluntersuchung (Endosonographie) kann die Ursache diagnostiziert werden. Behandelt wird dann mit einer zweiten Untersuchung, der Endoskopisch retrograden Cholangiopankreatikographie (ERCP): Dabei entfernt man die Steine über den Zwölffingerdarm mit einem kleinen Katheter und sichert den Abfluss der Galle durch die Einlage eines Röhrchens (Stent). Dieses wird in der Regel nach sechs Wochen wieder entfernt. Um die Ursache der Steinbildung dauerhaft zu beseitigen, ist eine minimalinvasive (laparoskopische) Entfernung der Gallenblase während des gleichen stationären Aufenthalts empfehlenswert (therapeutisches Splitting)

  • Therapie entzündlicher Engstellen (Stenosen) im Bereich der Gallenwegsmündung oder des Pankreasganges (Papillenstenosen)

Stenosen zeigen sich z.B. durch ziehende Schmerzen im Oberbauch und eine Gelbsucht (Ikterus). Diagnostisch werden dann die Endosonographie und die ERCP eingesetzt. Bei gutartiger Ursache erfolgen die endoskopische Teilspaltung des Schließmuskels (Papillotomie) und die Einlage eines Röhrchens (Stent). Bei zweifelhaften oder bösartigen Befunden sollte operiert werden

  • Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)

Diese Erkrankung kann unterschiedliche Ursachen (z.B. Alkohol, Gallenwegssteine) und unterschiedliche Verlaufsformen haben. Eine OP ist heute jedoch nur in den seltensten Fällen notwendig. Dennoch gehört die akute Form mit Gewebeuntergang (nekrotisierende Pankreatitis) zu den lebensbedrohlichen Krankheiten. Oft ist eine intensivmedizinische Behandlung notwendig. Komplizierend können sich Abszesse um die Bauchspeicheldrüse entwickeln. Diese lassen sich z.B. mit einer endosonographischen Drainageeinlage (Endo-NOTES-Technik) behandeln: Bei diesem sehr modernen Verfahren legt man über die Magenwand (transgastral) einen kleinen Schlauch in das entzündete Gewebegebiet. über ihn kann gespült und das tote Gewebe ausgeräumt werden

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Radiologische Therapien

  • Gewebeentnahme (Punktion)

Gewebeentnahme von Zysten oder Tumoren mithilfe von Schnittbildern (CT-gesteuert)

  • Drainageeinlagen

Drainageeinlagen in allen Regionen bei Eiteransammlungen (Abszessen)

  • Verkochung von Lebermetastasen

Verkochung von Lebermetastasen durch Punktion der Leber von außen zur Vermeidung einer Operation (Radiofrequenzablation, RFA)

  • Entnahme (Punktion)

Entnahme von Flüssigkeitsansammlungen oder Tumoren im Bereich der Bauchhöhle und des Brustkorbs (Thorax)

Für mehr Informationen zur Radiologie bitte hier klicken.

Chirurgische Therapien

Erfreulicherweise können durch die Anwendung der modernen Verfahren in der Gastroenterologie und in der interventionellen Radiologie Operationen sehr häufig vermieden werden. Sie werden erst unumgänglich, wenn alle sinnvollen konservativen Maßnahmen ausgeschöpft wurden. Dies betrifft in der Regel das fortgeschrittene und komplizierte Krankheitsstadium.

Chirurgische Therapien von gutartigen Erkrankungen:

  • Behandlung von Gallengangssteinen (Choledocholithiasis)

Typisch für diese Erkrankung sind kolikartige Schmerzen im rechten Oberbauch und eine Gelbsucht (schmerzhafter Ikterus). Durch eine Kombination aus Magenspiegelung und innerlicher Ultraschalluntersuchung (Endosonographie) kann die Ursache diagnostiziert werden. Behandelt wird dann mit einer zweiten Untersuchung, der Endoskopisch retrograden Cholangiopankreatikographie (ERCP): Dabei entfernt man die Steine über den Zwölffingerdarm mit einem kleinen Katheter und sichert den Abfluss der Galle durch die Einlage eine Röhrchens (Stent). Dieses wird in der Regel nach sechs Wochen wieder entfernt. Um die Ursache der Steinbildung dauerhaft zu beseitigen, ist eine minimalinvasive (laparoskopische) Entfernung der Gallenblase während des gleichen stationären Aufenthalts empfehlenswert (therapeutisches Splitting)

  • operative Entfernung von Gallengangssteinen (Choledochusrevision)

Bei über 95 Prozent der Patienten gelingt es, Gallengangssteine mit der endoskopischen Kathetertechnik (ERCP) zu entfernen. Wenn in seltenen Fällen doch eine OP nötig ist, öffnet man den Gallengang und spiegelt ihn mit einem Spezialgerät (Choledochoskopie). Nach Lokalisation der Ablagerungen können diese mit Spezialinstrumenten entfernt werden. Dabei lassen sich auch andere Erkrankungen des Gallengangs feststellen

  • Entfernung des Schließmuskels am gemeinsamen Gallen-Pankreasgang (Ampullektomie)

Lassen sich zweifelhafte oder größere (gutartige) Tumoren im Bereich des Schließmuskels (Papille Vateri) nicht endoskopisch abtragen, ist es möglich, den Schließmuskel zu entfernen und die beiden Gänge neu einzupflanzen. Das Pankreaszentrum verfügt über eine anerkannt große Erfahrung bei dieser organerhaltenden Operation mit all ihren Vorteilen (geringeres Operationsrisiko, Erhalt der Funktion des Pankreaskopfes)

  • Drainage-Operationen

Bei diesen Verfahren wird der Sekretabfluss durch eine Neuverbindung mit einer Dünndarmschlinge erreicht. Dabei wird entweder am Pankreasschwanz eine Darmschlinge genäht und dadurch der Sekretabfluss ermöglicht (Duval) oder der Pankreasgang gespalten und in seiner ganzen Länge Seite zu Seite mit einer Dünndarmschlinge verbunden (Puestow, Partington-Rochelle)

  • Resektionsoperationen

Wenn die Entzündung im Bauchspeicheldrüsenkopf tumorartige Ausmaße angenommen hat, wird die Pankreaskopfresektion nach Kausch-Whipple durchgeführt, bei der in der Regel ein Teil des Magens, der Zwölffingerdarm (Duodenum), die Gallenblase und der Pankreaskopf entfernt werden. Bei gutartigen Veränderungen im Bauchspeicheldrüsenkopf, wie sie typischerweise im langjährigen Verlauf einer chronischen Pankreatitis auftreten, ist eine moderne Weiterentwicklung dieser Operation möglich, die Duodenum erhaltende Pankreaskopfresektion (DPKR): Dabei wird der erkrankte und entzündete Pankreaskopf scheibenartig bis an den Rand des Zwölffingerdarmes entfernt, der selbst erhalten bleibt. Liegt der Schwerpunkt der Entzündung im Mittelbereich (Corpus) oder im Schwanz des Pankreas, kann eine Pankreaslinksresektion (unter Erhaltung der Milz) erfolgreich durchgeführt werden

  • Behandlung bei akuter Bauchspeicheldrüsenentzündung (akute Pankreatitis)

Bei der schweren Verlaufsform der Bauchspeicheldrüsenentzündung (nekrotisierende Pankreatitis) arbeiten die Spezialisten des Pankreaszentrums eng mit den Gastroenterologen und der intensivmedizinischen Abteilung zusammen. Die langwierige und teilweise lebensbedrohliche Erkrankung durchläuft mehrere Phasen und lässt sich in den meisten Fällen konservativ behandeln. Wenn sich das absterbende Pankreasgewebe entzündet (infiziert, Abszessbildung), kann aber neben der endoskopisch oder radiologisch gelegten Drainage auch eine Operation nötig werden. Dabei wird bei einem oder mehreren Eingriffen abgestorbenes und infiziertes Gewebe entfernt

  • Behandlung bei chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung (chronische Pankreatitis)

Sie ist sehr oft Folge eines dauerhaft erhöhten Alkoholgenusses. Nach vielen Jahren und immer wieder auftretenden Erkrankungsschüben, die teilweise auch wie eine akute Entzündung (akute Pankreatitis) verlaufen können, wird die Organfunktion immer schwächer. Dies zeigt sich unter anderem in erheblichem Gewichtsverlust und zunehmend starken Schmerzen im Oberbauch sowie der Entwicklung einer Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus). In diesem Fall bietet das Pankreaszentrum verschiedene Operationsverfahren an: Duodenum erhaltende Pankreaskopfresektion nach Beger, Whipple-Kausch- Operation, Drainageoperationen nach Puestow, Partington-Rochelle, Duval sowie Cysto-Jejunostomie

  • Entfernung eines Bereichs der Bauchspeicheldrüse (Segmentresektion)

In besonderen Fällen (fraglicher oder sehr kleiner Tumor, alte Patienten) kann organsparend nur der erkrankte Bereich entfernt werden. Diese Technik kommt meistens bei Befunden im Mittelstück (Corpus) des Pankreas zur Anwendung. Sie vermeidet eine große Resektion und die damit verbundene mögliche Funktionseinbuße der Drüse (Entwicklung eines Diabetes mellitus)

  • Ausschälung gutartiger Befunde (Enukleation)

Auf diese Weise lassen sich z.B. Zysten oder Neuroendorine Tumoren (NET) entfernen

Chirurgische Therapien von bösartigen Erkrankungen

Heilungsmöglichkeiten beim Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt es nur durch eine erfolgreiche Operation. Dabei muss der Tumor in allen Richtungen komplett entfernt werden. Je nach Lage (z.B. Pankreaskopf, Pankreasschwanz) kommen dann unterschiedliche OP-Verfahren zur Anwendung:

  • Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes (Operation nach Kausch-Whipple)

Diese große Operation ist bei bösartigen Tumoren notwendig. Sie gehört zu den komplexesten Eingriffen im Bauchraum. Aufgrund der entwicklungsbedingten engen Zugehörigkeit der benachbarten Organe müssen mit dem Pankreaskopf auch Gallenblase, Gallengang, Zwölffingerdarm und ein Drittel des Magens entfernt werden. Am Pankreaszentrum kann diese OP auch magenerhaltend (Pylorus erhaltende Pankreaskopfresektion) durchgeführt werden. Nach der Entfernung (Resektion) der Organe rekonstruieren die Chirurgen Wege für Galle, Pankreassaft und Nahrung. Dieser Teil der Operation ist besonders anspruchsvoll, bei dem vor allem die Neuverbindung zwischen Pankreasgang und Darm kritisch ist

  • Entfernung des Bauchspeicheldrüsenschwanzes (Pankreaslinksresektion)

Bei Tumoren im Mittelbereich (Corpus) bzw. im Schwanzbereich kann der Kopf der Drüse erhalten bleiben. Dieser Eingriff ist deutlich kleiner und risikoärmer als die Pankreaskopfentfernung. Bei Krebsoperationen muss dabei in der Regel aber auch die Milz entnommen werden. In besonders geeigneten Fällen kann diese Operation minimalinvasiv erfolgen

  • symptomlindernde (palliative) Operationen

Ist eine Entfernung des Tumors nicht mehr möglich, steht die Verbesserung der Lebensqualität des Patienten im Vordergrund. Die Behandlung soll dann vor allem Beschwerden und Symptome (Palliation) lindern. Dies sind beim Bauchspeicheldrüsenkrebs am häufigsten Gelbsucht (Ikterus) und die Unfähigkeit, zu essen und später auch zu trinken. Durch einen relativ kleinen Eingriff (Doppelbypass) kann dem Patienten Erleichterung verschafft werden: Dabei wird nicht der Tumor entfernt, sondern jeweils oberhalb der Engstellen (Stenosen) eine neue, alternative Verbindung (Bypass) geschaffen. Um den Abfluss der Galle sicherzustellen und die Gelbsucht zu beseitigen, verbindet man den Gallenweg oberhalb des Tumors mit einer angenähten Dünndarmschlinge (Bilio-digestive Anastomose). Damit Essen und Trinken wieder möglich sind, wird eine weitere Dünndarmschlinge an die Vorderwand des Magens genäht, sodass die Nahrungspassage ebenfalls die Tumorengstelle umgehen kann. Beide Eingriffe lassen sich auch unabhängig voneinander durchführen

Nachsorge

Es wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Patienten ausführlich über ihre Erkrankung und das weitere nötige Vorgehen informiert werden. Wenn erwünscht, ziehen die Ärzte dabei auch die Angehörigen mit ein. In der Nachsorge bietet das Pankreaszentrum viele Vorteile:

  • Jeder Patient mit Erkrankungen des Pankreas wird in interdisziplinären Konferenzen (Tumorkonferenz, viszeralmedizinische Konferenz) vorgestellt 
  • Die Ärzte legen für jeden Patienten eine maßgeschneiderte Therapie fest und stellen sie dem Betroffenen vor 
  • Nach der Operation erfolgt eine auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten ausgerichtete Nachsorge. Diese erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Hausarzt. So erhält dieser bereits nach der OP eine kurze Information über den intraoperativen Befund
  • Um einen optimalen Informationsfluss für alle behandelnden Ärzte sicherzustellen, erhält der Patient bei der Entlassung eine sogenannte Patienteninformationsmappe (PIM). In dieser PIM sind alle relevanten Befunde zusammengefasst. Dies ermöglicht die bestmögliche Weiterbehandlung
  • Die Zusammenarbeit mit Reha-Einrichtungen und Selbsthilfegruppen unterstützt die Patienten auf ihrem Genesungsweg
  • Sport und Krebs: In vielen Untersuchungen konnte der positive Einfluss von Sport nachgewiesen werden. Dies gilt sowohl für die Vermeidung (Prävention) einer Krebserkrankung wie für die begleitende Behandlung. Die Spezialisten des Pankreaszentrums beraten diesbezüglich in enger Zusammenarbeit mit dem Sportmedizinischen Institut der TUM und Prof. M. Halle (link) und führen auch Untersuchungen durch. Dabei wird die körperliche Aktivität des Patienten genau analysiert, optimal auf seine Belange eingestellt und im Verlauf verfolgt. Mehr Informationen zum wichtigen Thema Bewegung und Krebs gibt es hier – bitte anklicken

Sprechstunden

Rotkreuzklinikum München

Nymphenburger Straße 163
80634 München

Darm- und Pankreaszentrum

Onkologische Sprechstunde

Montag:14.00 - 16.00 Uhr
Donnerstag:14.00 - 16.00 Uhr

Telefonische Anmeldung

Sekretariat Chirurgie
Walburga Fastner
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549

Team &
Kontakt

Rotkreuzklinikum München

Nymphenburger Straße 163
80634 München

Prof. Dr. med. Peter Born
Prof. Dr. med. Peter Born
Chefarzt
Internist, Gastroenterologe,
Diabetologe, Endokrinologe,
Facharzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Rotkreuzplatz
Tel.089/1303-2521
Fax089/1303-2524
Expertenprofil
E-Mail
Prof. Dr. med. Wolfgang E. Thasler
Chefarzt

Chirurg, Viszeralchirurg,

Facharzt für Koloproktologie (EBSQ),
Chirurgische Onkologie (EBSQ),

Ärztliches Qualitätsmanagement
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Markus Wagner
Dr. med. Markus Wagner
Leitender Oberarzt,
Chirurg, Viszeralchirurg
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Frank Treitschke
Dr. med. Frank Treitschke
Chirurg, Koordinator Darm- und Pankreaszentrum
Arzt im Qualitätsmanagement
Tel.089/1303-2553
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Ali Dadashi
Dr. med. Ali Dadashi
Oberarzt
Chirurg, Unfallchirurg, Viszeralchirurg
Zertifizierter Fußchirurg (DAF)
ATLS-zertifizierte Notfallmedizin
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Peter Schwendtner
Dr. med. Peter Schwendtner
Oberarzt
Chirurg, Viszeralchirurg
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549
E-Mail
Dr. med. Andreas Jung
Dr. med. Andreas Jung
Oberarzt, Internist, Gastroenterologe,
Facharzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Rotkreuzplatz
Tel.089/1303-2521
Fax089/1303-2524
Jürgen Winker
Jürgen Winker
Oberarzt
Stellvertretung bei Abwesenheit von Prof. Born
Internist, Gastroenterologe,
Facharzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Rotkreuzplatz
Tel.089/1303-2521
Fax089/1303-2524
Dr. med. Thomas Braun
Dr. med. Thomas Braun
Oberarzt, Internist, Gastroenterologe
Tel.089/1303-2521
Fax089/1303-2524
E-Mail

Weiterführende
Informationen

Die Aufnahme eines Patienten am Darm- und Pankreaszentrum ist jederzeit möglich. Folgende Ansprechpartner stehen ärztlichen Kollegen für die Anmeldung zur Verfügung:

NOTFÄLLE ZU JEDER ZEIT ÜBER DIE ZENTRALE NOTAUFNAHME
24-Stunden-Hotline (ZNA):
Tel.089/1303-2543
Bettenzentrale
Tel.089/1303-4300
Terminvereinbarung über das Patienten-Service-Center
Petra Walcher
Tel.089/1303-4586
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. med. Frank Treitschke unter
Tel.089/1303-2553
 oder
Tel.0800/6648668
Unterstützende Behandlung

Psychoonkologen, Sozialarbeiter, Ernährungsberater, Physiotherapeuten und speziell geschulte Pflegekräfte unterstützen die medizinische Therapie und erleichtern den Patienten den Umgang mit ihrer Krebserkrankung. Folgende professionelle Hilfestellungen können in Anspruch genommen werden:

Sozialdienst

Eine Erkrankung bringt oft unvorhergesehene Belastungen, Fragen und Veränderungen mit sich. Viele Betroffene und ihre Angehörigen haben dadurch mit beruflichen, sozialrechtlichen und finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das Team des hauseigenen Sozialdienstes ist für die Patienten da: Die Mitarbeiter beantworten Fragen, geben praktische Unterstützung und beraten zu allen relevanten Themenbereichen. Um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, sollten Patienten schon beim Aufnahmegespräch in die Klinik ihre konkreten Probleme nennen. So kann sich das Team gut darauf vorbereiten und gezielt helfen.

Beratungsschwerpunkte sind:

  • Einleitung einer medizinischen Rehabilitation:
    z.B. geeignete Kliniken, Kostenträger, Antragsverfahren und gesetzliche Bestimmungen
  • Informationen über weiterführende Hilfsangebote:
    z.B. Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen
  • Beratung und Vermittlung in wirtschaftlichen Fragen:
    z.B. Grundsicherung, Wohngeld, einmalige finanzielle Hilfen
  • Klärung sozialrechtlicher Fragen:
    z.B. Wiedereingliederung ins Berufsleben, Erwerbsminderung, Antrag auf Schwerbehindertenausweis, Beantragung einer Haushaltshilfe
  • Organisation von häuslicher Versorgung:
    z.B. Vermittlung von Pflegediensten, Haushaltshilfen, Familienpflege, Heil- und Hilfsmitteln, Nachbarschaftshilfen
  • Information und Anbindung an andere Einrichtungen:
    z.B. bei Sucht, Wohnungslosigkeit, Migration, Ehe und Familie
  • Betreuung von Familienangehörigen:
    z.B. Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung

Rehabilitation

In der Regel hat jeder an Krebs erkrankte Patient Anspruch auf eine onkologische Rehabilitation. Das umfasst

  • eine Maßnahme, die direkt nach der Akutbehandlung angeboten wird
  • eine Maßnahme, die innerhalb der ersten beiden Jahre nach der Akutbehandlung durchgeführt wird

Beide Angebote werden nicht automatisch eingeleitet, sondern müssen vom Patienten und/oder vom Arzt beantragt werden. Kostenträger sind meist die Rentenversicherungsträger. Eine Anschlussheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlussrehabilitation (AR) sollte innerhalb von zwei bis fünf Wochen nach abgeschlossener ambulanter Strahlenbehandlung oder Chemotherapie begonnen werden. Sie dauert in der Regel drei Wochen und findet in ausgewählten Vertragshäusern der Kostenträger statt. Die Antragstellung erfolgt durch die abschließend behandelnde Stelle, also die Klinik oder die Praxis des niedergelassenen Onkologen. Bis zum Ablauf eines Jahres nach Erkrankung können Leistungen zur onkologischen Reha beim Rentenversicherungsträger in Anspruch genommen werden. Die Mitarbeiter des Sozialdiensts klären gern weitere Fragen bzw. beantragen mit dem Patienten eine AHB, sofern keine weiteren Nachbehandlungen (Chemo- oder Strahlentherapie) außerhalb des Rotkreuzklinikums geplant sind.

Schwerbehindertenausweis

An Krebs erkrankte Personen haben die Möglichkeit, beim Versorgungsamt einen zeitlich befristeten Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Er soll einen Ausgleich für die Nachteile bringen, die durch die Erkrankung und Behandlung entstehen. Die Patienten erhalten damit:

  • erhöhten Kündigungsschutz am Arbeitsplatz
  • begleitende Hilfe im Arbeitsleben, zusätzliche Urlaubstage pro Kalenderjahr, Freistellung von Mehrarbeit, evtl. frühzeitigen Eintritt in die Rente
  • steuerliche Vergünstigungen
  • Vergünstigungen bei der Benutzung von Schwimmbädern, Museen und anderen Einrichtungen

Der Antrag wird beim zuständigen Versorgungsamt gestellt. Die Antragstellung ist auch online möglich unter: www.schwerbehindertenantrag.bayern.de

Die Bearbeitungsdauer beträgt durchschnittlich zwei bis sechs Monate. Um das Verfahren zu beschleunigen, können dem Antrag ärztliche Unterlagen beigefügt werden.

Rotkreuzklinikum München
Frauenklinik

Taxisstraße 3
80637 München

Sozialdienst Bürozeiten

Montag-Freitag:09.00 - 14.00 Uhr

Sozialdienst

Tel.089/1303-3520
oder
Tel.089/1303-3518
Fax089/1303-3801

Die Mitarbeiter des Sozialdienstes stehen den Patienten während des ganzen Behandlungszeitraums unterstützend zur Seite. Um Überschneidungen zu vermeiden, ist jedoch eine Terminvereinbarung notwendig.

Petra Lerch-Calus
Petra Lerch-Calus
Dipl. Sozialpädagogin (FH),
Palliativ Care/Palliativ Team
Tel.089/1303-3518
Fax089/1303-3801
Grita Helmrichs
Grita Helmerichs
Dipl.-Sozialpädagogin (FH),
Altenpflegerin
Tel.089/1303-3518
Fax089/1303-3801
Maria Oettinger-Gleissner
Maria Öttinger-Gleissner
Dipl.-Sozialpädagogin (FH)
Tel.089/1303-3520
Fax089/1303-3801
Ljiljana Mosner
Ljiljana Mosner
Leitung Case Management/Sozialdienst
Case Managerin (DGCC),
Fachpflegekraft für Anästhesie/Intensiv
Tel.089/1303-2558
Fax089/1303-2314

Psychoonkologie

So einzigartig wie der Mensch ist auch sein Weg der Krankheitsbewältigung. Das psychoonkologische Team am Rotkreuzklinikum unterstützt die Patienten dabei. Ob gleich nach der Diagnose, während des Aufenthalts im Krankenhaus oder ambulant im weiteren Verlauf der Erkrankung, die Psychologen haben Zeit für ein vertrauliches Gespräch und unterstützen bei der Suche nach hilfreichen Angeboten und Problemlösungen. Selbstverständlich entscheidet jeder Patient selbst, ob er eine der folgenden Hilfestellungen in Anspruch nehmen möchte:

  • NEU: Integrative Kinder-, Jugend- und Familiensprechstunde
  • Einzelgespräche zur Bewältigung konkreter Belastungen und zur Verbesserung der Lebensqualität
  • Krisenintervention
  • Paar-, Familien- und Angehörigengespräche
  • Stressbewältigung
  • Entspannungsverfahren zur Verbesserung des Wohlbefindens
  • Kreativität erleben
  • Wissensvermittlung zum Umgang mit der Erkrankung
  • Unterstützung der Kommunikation mit Ärzten, Angehörigen und dem sozialen Umfeld
  • Vermittlung von Selbsthilfegruppen
  • Angebote zu Sport und Krebs
  • Entscheidungshilfe zu humangenetischer Beratung
  • Informationen zu begleitenden Unterstützungsangeboten
  • Telefonische Sprechstunde
  • Gesprächsgruppen
  • Infoveranstaltungen

Ziele & Methoden

Jeder Patient möchte auch mit der Krebserkrankung möglichst selbstständig bleiben und sein Leben in den Griff bekommen. Die psychoonkologische Betreuung unterstützt dabei. Das Team orientiert sich bei der Hilfestellung an den individuellen Bedürfnissen eines jeden Patienten. Folgende Fragestellungen erleichtern es, die geeigneten Strategien zu finden:

  • Welche Erfahrungen aus dem Leben des Patienten helfen in der aktuellen Situation und bei der Bewältigung der Erkrankung?
  • Wie wurden schwierige Situationen im Leben bisher bewältigt?
  • Wer kann den Patienten unterstützen?
  • Was bringt Entspannung und Ablenkung?
  • Welche Informationen sind nötig?
  • Was ist das Besondere an der einzelnen Patientengeschichte?

Rotkreuzklinikum München
Frauenklinik

Taxisstraße 3
80637 München

Psychoonkologie Telefonsprechstunde für Patienten und Angehörige

Montag: 17.00–19.00 Uhr

Psychoonkologie telefonische Terminvereinbarung

täglich von 12.30–13.30 Uhr
Abendtermine nach Vereinbarung

Psychoonkologie

Tel.089/1303-3480
Fax089/1303-3485

Offene Gesprächsrunde Psychoonkologie:

Franziska Neufeld
Franziska Neufeld
Leitung Psychoonkologie
Dipl.-Psychologin
Psychoonkologin WPO/DKG
interpersonelle Psychotherapie
E-Mail
Dr. Gertrud Müller M.A.
Dr. Gertrud Müller M.A.
Soziologin
Psychoonkologin WPO/DKG
interpersonelle Psychotherapie
E-Mail
Claudia Hüther
Claudia Hüther
Dipl.-Sozialpädagogin (FH)
Psychoonkologin WPO/DKG
Familientherapeutin DGSF
E-Mail
Dr. med. Barbara Karlin
Dr. med. Barbara Karlin
Oberärztin
Gynäkologin
Psychoonkologin
E-Mail

Ernährungsberatung

Onkologische Erkrankungen und deren Therapie stellen eine enorme Belastung für den Organismus dar. Es können Nebenwirkungen auftreten, die eine gewohnte Ernährung sehr erschweren. Eine spezielle Ernährungsberatung kann dann Komplikationen mindern und den Therapieerfolg nachhaltig unterstützen. Die Ernährungsberatung besteht aus gezielten Maßnahmen, die regelmäßig überwacht und angepasst werden.

Möglich ist die Beratung z.B. bei:

  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfällen oder Verstopfung
  • Geschmacks- und Geruchsveränderungen
  • Kau- und Schluckstörungen
  • Gewichtsverlust

Es gibt spezielle Ernährungsempfehlungen bei:

  • Chemo- und Strahlentherapie
  • Einsatz von Zusatz- und Sonderkost
  • künstlicher (parenteraler) Ernährung

Ernährungsempfehlungen bietet ebenfalls das Tumorzentrum München, bei dem wir Mitglied sind.

 

Rotkreuzklinikum München
Frauenklinik

Taxisstraße 3
80637 München

Jenny Bernhardt
Diätassistentin
Tel.089/1303-2370
Fax089/1303-2374

Wund- und
Stomatherapie

Im intensiven Dialog mit Patienten und Angehörigen suchen die Therapeuten nach optimalen Lösungen, wenn Wunden schlecht heilen bzw. ein künstlicher Ausgang (Stoma) angelegt werden musste.

Wundtherapie

Die Therapeuten kümmern sich um Patienten, die z.B. aufgrund des diabetischen Fußsyndroms, von Druckgeschwüren oder offenen Beinen (Ulcus cruris) unter chronischen Wunden leiden. Sie helfen,

  • eine gesundheitlich und medizinisch notwendige Versorgung zu organisieren
  • Beschwerden zu lindern
  • Unabhängigkeit im Alltag wiederzuerlangen
  • mit chronischen Wunden umzugehen

Stomatherapie

Wer einen künstlich angelegten Ausgang (Stoma) hat, braucht eine besonders einfühlsame Unterstützung im Umgang mit dieser alle Lebensbereiche beeinflussenden Situation. Am Rotkreuzklinikum kann Betroffenen eine optimale Kombination aus ärztlicher Versorgung und Betreuung durch einen Stomatherapeuten geboten werden. Ziel ist es, Patienten und Angehörige für die Selbstversorgung zu Hause (Home-Care) zu schulen.

Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Versorgung des permanenten oder temporären Colostomas sowie des permanenten oder temporären Ileostomas. Die Patienten erhalten:

  • kompetente fachliche Beratung 
  • intensive Schulung und praxisnahe Anleitung auf dem neuesten Stand moderner Stomatherapie
  • individuell angepasste Versorgung, die dem Patienten Sicherheit und Vertrauen im selbstständigen Umgang mit dem Stoma vermittelt

Rotkreuzklinikum München
Frauenklinik

Taxisstraße 3
80637 München

Sprechstunde Wund- und Stomatherapie

Montag-Mittwoch:07.00 - 15.00 Uhr
Freitag:07.00 - 15.00 Uhr

und nach Vereinbarung

Angelika Weiss
Angelika Weiss
Tel.089/1303-30
Mobil0172/8296457

Physiotherapie

In der Nachsorge von Krebserkrankungen kommt den Patienten eine umfassende Betreuung zugute – dazu gehört auch die Physiotherapie. Wenn es im individuellen Therapieplan vorgesehen ist, stellen die Therapeuten den Patienten verschiedene physiotherapeutische Bewegungsabläufe vor und üben diese mit ihnen ein.

Man kann durch physiotherapeutische Maßnahmen Beschwerden nach einer Operation vorbeugen oder sie lindern. Die Operationstechniken bei Brustkrebs sind in den letzten Jahrzehnten viel schonender geworden, dennoch tritt in seltenen Fällen ein Armlymphödem auf.

Durch diese relativ einfachen Maßnahmen können die Patientinnen einer solchen Ansammlung von Lymphflüssigkeit vorbeugen:

  • Starke Hitze- oder Kälteeinwirkungen sollten vermieden werden. Bäder, Fango, direkte Sonneneinstrahlung oder Eisanwendungen führen zu einer Mehrdurchblutung der betroffenen Region und damit zu verstärkter Lymphflüssigkeitsbildung im Gewebe
  • Bei der Gartenarbeit und ähnlichen Tätigkeiten Schutzhandschuhe tragen, denn auch kleinste Verletzungen (z.B. Schnittwunden, Kratzer, Verbrennungen) sollten auf der operierten Seite vermieden werden
  • Injektionen, Infusionen und Blutabnahmen sollten nicht am Arm auf der operierten Seite vorgenommen werden
  • Schwere Gewichte dürfen nicht mit dem betroffenen Arm gehoben oder getragen werden
  • Den Arm der operierten Seite regelmäßig bewegen, aber dabei stark dehnende, zerrende oder schmerzhafte Übungen vermeiden
  • Den Arm sooft wie möglich auf einem Kissen hochlagern und immer wieder entstauende Übungen durchführen
Alice Schmitt | Leitung der Physikalischen Medizin
Alice Schmitt
Leitung der Physikalischen Medizin
Tel.089/1303-2760
Fax089/1303-2765
E-Mail

Humangenetik

Beratung bei familiären Tumorerkrankungen

Die Fachärzte für Humangenetik haben in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Partnern aus dem Rotkreuzklinikum eine Sprechstunde für Patienten und Familien bei Verdacht auf erbliche, familiäre (hereditäre) Tumorerkrankung aufgebaut.

Die spezialisierten Fachärzte verfügen über eine langjährige Expertise im Bereich der familiären Tumorerkrankungen und bieten den Patienten eine umfassende genetische Beratung und bei gegebener Indikation die entsprechende molekulargenetische Diagnostik an.

Das Diagnostik- und Beratungsspektrum umfasst folgende Erkrankungen:

  • die hereditäre Brust- und Eierstockkrebserkrankung
  • das HNPCC/Lynch-Syndrom
  • die familiäre Polyposis coli (FAP, APC)

Die molekulargenetische Diagnostik erfolgt mit den neuesten Methoden des Next Generation Sequencing im akkreditierten Labor des Rotkreuzklinikums. Dabei ist exakte Diagnostik in kurzer Zeit nach der Entscheidung zur Untersuchung in jedem Fall gegeben. Die Untersuchungen sind im Leistungsumfang der Krankenkassen enthalten.

Das Ziel der Zusammenarbeit mit den gynäkologischen Onkologen – speziell bei Brustkrebs und Eierstockkrebs – und den Chirurgen – besonders bei Dickdarmkrebs – ist es, den Betroffenen eine umfassende, individuelle Therapie nach international modernstem Standard anzubieten. Die Prognose (weitere Entwicklung) von Hochrisikopatienten, die ein verändertes Gen tragen (Mutationsträger), kann durch die Teilnahme an den jeweiligen engmaschigen Früherkennungsprogrammen und durch die zur Verfügung stehenden operativen prophylaktischen Maßnahmen stark verbessert werden. Über so weitreichende Entscheidungen wie die Entfernung des Brustdrüsengewebes (prophylaktische Mastektomie) oder die Entfernung des Dickdarmes bei Angehörigen mit sehr hoher Erkrankungswahrscheinlichkeit wird ausführlich beraten und nach Besprechung im Behandlungsteam eine Empfehlung ausgesprochen.

Gleichzeitig können die Angehörigen bei Ausschluss einer Mutation psychisch erheblich entlastet werden. In jedem Einzelfall erfolgt eine intensive Begleitung in der Phase der Diagnostik und prophylaktischen Behandlung.

Über familiäre Tumorerkrankungen wird oft nicht sachgerecht gesprochen. Wenn sich Betroffene den Fachärzten für Humangenetik im Rotkreuzklinikum anvertrauen, werden sie jedoch gerne und kompetent beraten.

Rotkreuzklinikum München
Frauenklinik

Taxisstraße 3
80637 München

PD Dr. med. Moneef Shoukier
Tel.089/130744-0
E-Mail
Dr. med. Cornelia Daumer-Haas
Tel.089/130744-0
E-Mail
Dr. med. Sabine Minderer
Tel.089/130744-0
E-Mail
Tumorkonferenzen

Für jeden Krebspatienten findet zu Beginn des Behandlungswegs und innerhalb von sieben Tagen nach der Operation eine interdisziplinäre Tumorkonferenz statt. Ärzte und Pflegekräfte treffen sich dafür wöchentlich jeden Dienstag zwischen 7.45 und 9.30 Uhr in der Frauenklinik Taxisstraße und jeden Mittwoch zwischen 16.00 und 17.30 Uhr in der Nymphenburger Straße. Sie sprechen über das spezielle Krankheitsbild und arbeiten einen auf die individuellen Lebensumstände zugeschnittenen Behandlungsplan aus.

Regelmäßige Teilnehmer der wöchentlichen Tumorkonferenz sind Experten der Fachrichtungen:

  • Chirurgie
  • Gynäkologische Onkologie und medikamentöse Tumortherapie
  • Internistische Onkologie
  • Pathologie
  • Psychoonkologie
  • Radiologie
  • Strahlentherapie

Das Ergebnis dieser Konferenz wird den Patienten im Rahmen einer Befundbesprechung von ihrem Operateur und behandlungsführenden Arzt in schriftlicher Form mitgeteilt (Tumorkonferenzprotokoll). Gleichzeitig erhalten sie den OP-Bericht und die Ergebnisse der Histologie. Zu diesem Gespräch können Familie, Freunde oder vertraute Personen mitgebracht werden. 

Am Tag der Entlassung erhalten die Patienten einen Termin zur Wundkontrolle und Befundbesprechung.

Patienten haben die Möglichkeit, einen Fragebogen über ihr Befinden während des stationären Aufenthalts auszufüllen. Durch diese Rückmeldung kann das Klinikteam Verbesserungspotenzial erkennen und umsetzen.

Netzwerk

Um Krebspatienten die bestmögliche Versorgung und Therapie zu bieten, arbeitet das Onkologische Zentrum mit verschiedenen internen und externen Partnern zusammen. Sie sind hier jeweils nach den einzelnen Fachgebieten aufgelistet.

Kooperationspartner

Brustzentrum

Gynäkologisches
Krebszentrum

Darm- und
Pankreaszentrum

Hinweise für einweisende Ärzte

Ärzte von Krebspatienten können sich zur wöchentlichen Tumorkonferenz im Onkologischen Zentrum anmelden. Das entsprechende Formular steht hier – ebenso wie ein Patienten-Rückmeldebogen – zum Download bereit. 

Kontakt

Onkologisches Zentrum am Rotkreuzklinikum München

Rotkreuzklinikum München
Frauenklinik

Taxisstraße 3
80637 München

Interdisziplinäres Brustzentrum
Leiter: PD Dr. med. Michael Braun, Dr. med. Ulrich Hamann
Koordinatorin: Dr. med. Sabine Keim

Tel.089/1303-30
E-Mail
Link zum Brustzentrum

Gynäkologisches Krebszentrum
Leiter: PD Dr. med. Martin Pölcher
Koordinatorin: Dr. med. Sabine Keim

Tel.089/1303-30
E-Mail

Rotkreuzklinikum München

Nymphenburger Straße 163
80634 München

Interdisziplinäres Darmzentrum
Leiter: Prof. Dr. med. Peter Born, Prof. Dr. med. Wolfgang E. Thasler
Koordinator: Dr. med. Frank Treitschke

Tel.089/1303-0

Interdisziplinäres Pankreaszentrum
Leiter: Prof. Dr. med. Peter Born,
Prof. Dr. med. Wolfgang E. Thasler
Koordinator: Dr. med. Frank Treitschke

Tel.089/1303-0