Gefäßchirurgie

In der Abteilung für Gefäßchirurgie behandelt das ärztliche Team nahezu alle arteriellen und venösen Gefäßerkrankungen. Die Therapie soll die Patienten so wenig wie möglich belasten. Deshalb wird nicht nur mit den klassischen offenen Operationen gearbeitet, sondern nach Möglichkeit mit minimalinvasiven (in Schlüssellochtechnik) Methoden wie dem endovaskulären (das Innere eines Gefäßes betreffenden) Katheterverfahren und schonenden lokalen (örtlichen) und regionalen (eine ganze Körperregion betreffenden) Anästhesien (Narkosen).

Für eine ergänzende Therapie stehen zusätzlich Spezialisten anderer Fachabteilungen des Rotkreuzklinikums zur Verfügung insbesondere Radiologen, Kardiologen, Angiologen (Fachärzte der Inneren Medizin, die sich mit Gefäßerkrankungen beschäftigen) und Diabetologen sowie Nephrologen der großen Dialysepraxis am Rotkreuzklinikum. Außerdem kooperieren die Gefäßchirurgen des Rotkreuzklinikums eng mit einem Neurologen.

Soweit möglich, werden Operationen auch ambulant durchgeführt. Darüber hinaus steht auch eine gefäßmedizinische Notfallversorgung rund um die Uhr zur Verfügung.

Es bestehen enge Kooperationen mit folgenden Fachärzten und Abteilungen:

Fachbezogene Informationen finden Sie mit einem Klick auf:

Team
Dr. med. Christian Wack | Leitender Arzt Gefäßchirurgie
Dr. med. Christian Wack
Chefarzt Gefäßchirurgie
Chirurg, Gefäßchirurg, Phlebologe
Endovaskulärer Spezialist,
Facharzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Rotkreuzplatz
Tel.089/1303-2334
Fax089/1303-2335
Expertenprofil
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Dr. med. Andreas Kaboth| Oberarzt
Dr. med. Andreas Kaboth
Oberarzt, Chirurg, Gefäßchirurg
Endovaskulärer Chirurg,
Facharzt des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Rotkreuzplatz
Tel.089/1303-2334
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Dr. med. Werner Bauer| Oberarzt
Dr. med. Werner Bauer
Oberarzt, Chirurg, Gefäßchirurg, Endovaskulärer Chirurg,
Ärztlicher Leiter des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) am Rotkreuzplatz
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Kontakt

Rotkreuzklinikum München

Nymphenburger Straße 163
80634 München

Telefonische Anmeldung

Sekretariat Dr. med. Christian Wack
Walburga Fastner
Tel.089/1303-2541
Fax089/1303-2549
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Leistungs-
spektrum

Die Gefäßchirurgie behandelt nahezu alle Erkrankungen der arteriellen (vom Herz wegführenden) und venösen (zum Herz hinführenden) Gefäße. Dazu gehören z.B.:

  • die arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch Schaufensterkrankheit genannt
  • Gefäßverschlüsse

  • Aussackungen und Erweiterungen von Schlagadern
  • Krampfadern
  • Thrombosen (Blutgerinnsel in einem Gefäß)
  • der diabetische Fuß
  • das offene Bein (Ulcus cruris)

  • Durchblutungsstörungen der Bauchorgane und Nieren

Außerdem führen die Gefäßchirurgen therapieerleichternde Eingriffe durch wie:

  • Neuanlage oder Korrektur von Dialyse-Shunts (Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene) bei Dialysepatienten
  • Einbringen von getunnelten Verweilkathetern bei Patienten, die dauerhaft dialysiert werden
  • Einbringen von Port-Systemen (Hohlkammer mit einem angeschlossenen dünnen Katheter) unter der Haut bei Patienten, die über einen längeren Zeitraum Infusionen benötigen

Diagnostik &
Therapie

Für die gefäßchirurgische Diagnostik und Therapie steht am Rotkreuzklinikum eine umfangreiche technische Ausstattung zur Verfügung. Das Ärzteteam führt folgende Eingriffe durch:

Arterielles Gefäßsystem

  • kathetergestützte interventionelle Behandlung bei arterieller Verschlusskrankheit (pAVK):
    Dabei wird eine mit Kunststoff beschichtete Drahtstütze (Stent) in der Hauptschlagader verankert, um die erweiterte, ausgedünnte Gefäßwand vor dem Druck in der Ader zu schützen. Eine arterielle Verengung (Stenose) oder ein Verschluss wird mit einem Ballonkatheter (Ballondilatation = Angioplastie) gedehnt beziehungsweise wieder geöffnet 
  • offene Operationen wie Ausschälung und Gefäßbrücken (Bypass) aus körpereigener Vene oder Kunststoff zu den Arterien des Oberschenkels, Unterschenkels und Fußes
  • Eingriffe bei Verengungen der Halsschlagader (A. carotis) zur Vorbeugung eines Schlaganfalls
  • Operationen bei Erweiterung der Schlagader (Aneurysma):
    Das Platzen einer Bauch-, Leisten- oder Kniekehlenschlagader wird verhindert, indem man eine mit Kunststoff beschichtete Drahtstütze (Stent) in der Schlagader verankert. Für diese Operation reichen sehr kleine Schnitte aus (minimalinvasiv)
  • Behandlung von Durchblutungsstörungen

Venöses Gefäßsystem

  • operative Behandlung der Krampfadern:
    Bei dieser stationär und ambulant durchführbaren OP werden minimale Schnitte (Mini-Inzisionen) gemacht, um zur betroffenen Vene zu gelangen. Über ein spezielles Endoskop können krankhaft veränderte Perforansvenen (Venen, die für den Abfluss des venösen Blutes aus den oberflächlichen in die tiefen Venen sorgen) erkannt und durchtrennt werden (endoskopische Perforansdissektion). Die Operation wird in oberflächlicher Lokalnarkose (Lokalanästhesie) durchgeführt
  • Verödung (Sklerosierung) kleinerer Krampfadern
  • Venenchirurgie bei Thrombosen

Diabetisches Fußsyndrom

  • Spezielle interdisziplinäre Behandlung einschließlich Wundverschluss durch plastische Deckung:
    Kommt es bei Diabetikern zu Wundheilungsstörungen unterhalb des Knies, können die offenen Stellen z.B. durch Hauttransplantation oder lokale Gewebeverschiebung geschlossen werden

Wunden

  • Behandlung chronischer Wunden bei offenem Bein (Ulcus cruris)
  • Wundambulanz für Problemwunden

Eingriffe zur Therapieerleichterung

  • Neuanlage oder Korrektur von Dialyse-Shunts:
    Ein Dialyse-Shunt ist eine chirurgisch angelegte Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene. Man legt ihn bei nierenkranken Patienten, die eine Blutwäsche (Hämodialyse) benötigen. Über den Shunt lässt sich die Dialysekanüle leichter legen. Außerdem gewährleistet er einen ausreichenden Blutfluss bei der Dialyse
  • Einbringen von getunnelten Verweilkathetern:
    Bei Patienten, die über einen langen Zeitraum regelmäßig punktiert werden müssen, legt man einen speziellen dauerhaften Katheter (getunnelten Verweilkatheter). Er erleichtert das Ablassen von Gewebeflüssigkeit und macht dies auch ambulant möglich
  • Einbringen von Port-Systemen:
    Dabei wird eine Hohlkammer mit einem angeschlossenen dünnen Katheter (Port-System) unter die Haut (subkutan) implantiert. Durch eine Membran kann die Hohlkammer mit einer speziellen Kanüle (Portnadel) angestochen werden, um Infusionen in das System und somit in den Blutkreislauf zu leiten. Nach Beendigung der Infusion kann der Port für einen längeren Zeitraum stillgelegt werden, da sich die Membran nach Herausziehen der Kanüle wieder schließt

Ausstattung

Für die Untersuchung der Gefäße steht eine hochmoderne Technik zur Verfügung:

  • Dopplersonographie:
    spezielle Ultraschalluntersuchung zur Messung der Fließgeschwindigkeit des Blutes
  • farbcodierter Duplex-Ultraschall:
    Ultraschalluntersuchung, bei der Arterien und Venen farblich dargestellt werden
  • Computertomographie (auch für dreidimensionale Rekonstruktionen):
    spezielles radiologisches Projektionsverfahren, das Querschnittsbilder vom Körper liefert.
    Es hat den Vorteil, dass das Gefäßsystem oder auch Knochenstrukturen dreidimensional dargestellt werden. Durch die räumliche Perspektive ist eine bessere Operationsvorbereitung möglich
  • Magnetresonanztomographie:
    bildgebendes Verfahren ohne Strahlenbelastung, wird auch Kernspintomographie oder Kernspin genannt 
  • Angiographie und Subtraktions-Angiographie:
    digitale Gefäßdarstellungen, die auch während einer Operation genutzt werden können

  • moderner Venenmessplatz

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Dr. med. Christian Wack | Leitender Arzt Gefäßchirurgie
Dr. med. Christian Wack
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Kontakt &
Sprechstunde

Rotkreuzklinikum München

Nymphenburger Straße 163
80634 München

Sprechstunde Gefäßchirurgie

Dienstag:11.00 - 17.00 Uhr
Mittwoch:11.00 - 17.00 Uhr
Donnerstag:11.00 - 17.00 Uhr

und nach Vereinbarung

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Walburga Fastner
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Tel.089/1303-2334
NOTFÄLLE ZU JEDER ZEIT ÜBER DIE ZENTRALE NOTAUFNAHME
24-Stunden-Hotline (ZNA):
Tel.089/1303-2543

MVZ am Rotkreuzplatz

Gefäßmedizin / Gefäßchirurgie
Nymphenburger Straße 163
80634 München
Tel.089/1303-2334
Fax089/1303-2335
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Fachinfos für
Einweiser

Die Abteilung für Gefäßchirurgie kooperiert eng mit dem MVZ am Rotkreuzplatz. Damit wird den Patienten eine optimale Beratung und die beste medizinische Versorgung geboten.